Kommentar : Zurück zur Sachpolitik

Gut zehn Monate vor dem geplanten Fest zur 888-Jahr-Feier der Stadt ist ein politischer Streit über die Organisation und den Umfang der Veranstaltungen entflammt.

shz.de von
05. Juni 2014, 10:34 Uhr

Natürlich hätte sich der Oberbürgermeister keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn er die Kommunalpolitik über die Planungen zur 888-Jahr-Feier noch intensiver informiert hätte. Doch die Kommunalpolitik sollte erkennen, dass sie nicht alles von Anfang an und bis ins kleinste Detail mitbestimmen muss. Die Verwaltung hat durchaus eine Daseins-Berechtigung und ein hoheitliches Aufgabenfeld. Stadtfeiern und deren Organisation gehören dazu. Sie sind typische Verwaltungsaufgaben. Im übrigen haben Tauras und sein Team das gemacht, was von den Kritikern immer gefordert wird. Sie haben Ideen entwickelt und dabei versucht, Kosten so weit wie möglich zu sparen. Den Verwaltungs-Vorschlag hat die Ratsversammlung angenommen. Damit wurde die politische Hürde genommen. Nun sollte es Aufgabe sein, gemeinsam weiterzumachen und die ehrenamtlichen Helfer so gut es geht zu unterstützen. Da gibt es noch genug Möglichkeiten, auch für die Kommunalpolitiker, sich einzubringen. Das Fest aber als Arena für den OB-Wahlkampf zu missbrauchen, ist die denkbar schlechteste Art und Weise.

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