Wasbek : Zurück zu den Wurzeln

Die Malerfolie liegt noch auf dem Tisch, die Regale sind noch nicht komplett eingeräumt: Wasbeks neue Pastorin Annbritt Menck freut sich auf ihre neue Aufgabe, auch wenn bis zur Amtseinführung noch viel zu tun ist.
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Die Malerfolie liegt noch auf dem Tisch, die Regale sind noch nicht komplett eingeräumt: Wasbeks neue Pastorin Annbritt Menck freut sich auf ihre neue Aufgabe, auch wenn bis zur Amtseinführung noch viel zu tun ist.

Annbritt Menck ist die neue Pastorin in der Kirchengemeinde Wasbek. Sie stammt aus Neumünster.

shz.de von
30. Januar 2018, 11:01 Uhr

Wasbek | Die Handwerker sind noch im Haus, die Umzugskartons noch nicht ausgepackt. Dazwischen lachend und ziemlich entspannt sitzt Annbritt Menck. Die junge Frau mit den strahlend blauen Augen ist die neue Pastorin der Kirchengemeinde Wasbek. Gerade ist die 31-Jährige mit ihrer Familie von Berlin nach Wasbek umgezogen und wird am 1. Februar die Nachfolge von Pastor Andreas Rohwer antreten, der September nach Bad Schwartau wechselte. (der Courier berichtete).

Für Annbritt Menck ist das eine Rückkehr zu ihren Wurzeln, denn sie ist gebürtige Neumünsteranerin, aufgewachsen in der Gartenstadt. Hier entstand auch ihr enger Bezug zur Kirche. Pastor Rudolf Schlender wurde so etwas wie ihr Mentor. Seine Art, den Glauben zu leben und den Menschen seiner Gemeinde zu vermitteln, begeisterte sie schon als Kind. Der Besuch der Gottesdienste wurden zum festen Bestandteil ihres Lebens.

Nach dem Abitur, das sie 2006 an der Immanuel-Kant-Schule in Neumünster ablegte, folgte zunächst ein Studium in Deutsch und Latein an der Universität Göttingen. 2007 kam der Wechsel ins Fach Theologie. „Ich habe mich anfangs nicht getraut, weil es damals noch sehr wenige Pastorinnen gab. Aber dann habe ich erkannt, dass mein Herz für Gott und die Menschen schlägt, und habe mit einer tiefen Überzeugung Theologie studiert“, erklärt die junge Pastorin. Während des Studiums absolvierte sie zwei Semester an der evangelisch-lutherischen Hochschule im Süden Brasiliens. 2013 folgte das erste kirchliche Examen in Kiel. 2014 wurden ihre Drillinge (zwei Jungen und ein Mädchen) geboren. Es folgte von 2015 bis 2017 das Vikariat in Kleinmachnow, einer Gemeinde mit gut 20 000 Einwohnern im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Doch Annbritt Menck und ihr Mann, der Physiker ist, wollten unbedingt zurück in den Norden. „Wir haben uns das sehr lange und gut überlegt, denn mit so einer Entscheidung müssen alle einverstanden sein“, sagt sie. „Mein Mann und ich sind ein gutes Team. Und jetzt sind da auch noch die Großeltern, die uns bei der Betreuung unserer Kinder unterstützen“.

Die Vorfreude auf ihr neues Amt und die Menschen in ihrer Gemeinde merkt man ihr an – vor allem, wenn sie von ihrer Arbeit, ihren Plänen und den Menschen spricht, mit und für die sie arbeiten möchte. Das erste Willkommen war jedenfalls schon sehr herzlich.

Am Sonntag, 11. Februar, findet der Einführungsgottesdienst mit Propst Stefan Block in der Friedenskirche statt. Ein Ereignis, dem Annbritt Menck mit Vorfreude und ein bisschen Aufregung entgegen sieht.

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