Boostedt : Zum Geburtstag in den Kongo

Propst Stefan Block (Mitte hinten) segnete die Reisenden zum Abschied: Hartmut David (von links), Thomas Lemke, Sybille Fliegner, Julia van Aswegen, Christiane Ellger, Dr. Cay Nebendahl, Dagmar Drummen und Silke Leng
Propst Stefan Block (Mitte hinten) segnete die Reisenden zum Abschied: Hartmut David (von links), Thomas Lemke, Sybille Fliegner, Julia van Aswegen, Christiane Ellger, Dr. Cay Nebendahl, Dagmar Drummen und Silke Leng

Boostedt und Neumünsteraner reisen nach Afrika. Evangelisch-lutherische Kirche im Kongo wird 50.

shz.de von
11. Juli 2018, 12:00 Uhr

Boostedt | Auf nach Lubumbashi! Die evangelisch-lutherische Kirche in der Demokratischen Republik Kongo feiert Geburtstag. Acht Frauen und Männer aus Boostedt und Neumünster gratulieren persönlich vor Ort, sie machen sich am 16. Juli auf den Weg. In einem Gottesdienst in Boostedt wurden sie jetzt als Vertreter der Kirchengemeinde Boostedt und des Kirchenkreises Altholstein von Propst Stefan Block offiziell entsandt.

Anlass für die Reise der Norddeutschen ist das 50-jährige Bestehen der kongolesische Kirche, die damals aus der tansanischen Kirche hervorgegangen ist. Althol-stein pflegt seit Jahrzehnten eine Partnerschaft mit den Afrikanern. „Das ist uns wichtig“, betonte Propst Stefan Block in seiner Ansprache bei der Entsendungsfeier: „Kirche, die nicht ökumenisch und somit weltweit wirkt, kann eigentlich nicht Kirche sein.“ Block, der selbst bereits den Kongo besucht hat, erinnerte an die Anfänge dieser Partnerschaft sowie an gute und schwierige Zeiten. Schließlich wünschte er der Delegation schmunzelnd „ganz viele Abenteuer, die gut ausgehen“.

Seit etwa 17 Jahren besteht bereits eine Partnerschaft der Kirchengemeinde Boostedt mit dem Ort Kinkondja. Schon fünf Mal waren Boostedter im Kongo, und zwar in den Jahren 2001, 2005, 2010, 2012 und 2016.

Die Schleswig-Holsteiner haben im Kongo viel vor, besuchen unter anderem das Medizinische Zentrum in Lubumbashi und das Kasapa-Projekt. Dort kochen einheimische Frauen für Gefängnisinsassen einmal in der Woche eine warme Mahlzeit, finanziert durch den Kirchenkreis. Immer wieder werden Begegnungen mit alten und neuen Freunden eine große Rolle spielen.

Diakonin Silke Leng arbeitet in der Ökumenischen Arbeitsstelle des Kirchenkreises und war schon häufiger im Kongo. Am 19. Juli sei die Party zum Geburtstag der Kirche dort, erklärte sie bei der Entsendung: „Wir werden dann bei den Feierlichkeiten irgendwo in der dritten Reihe sitzen und zusehen, was da passiert.“ Eine andere Gruppe norddeutscher Kirchenvertreter um Landesbischof Gerhard Ulrich startet fast zeitgleich ihre Reise, man trifft sich vor Ort.


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