zur Navigation springen

Jubiläum : Zum Geburtstag gab es eine neue Wache

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vor rund 350 Gästen überreichte OB Dr. Olaf Tauras am Sonnabend zum 100. Jubiläum der Berufsfeuerwehr den symbolischen Schlüssel.

Neumünster | Mit einem Festakt hat am Sonnabendvormittag die Berufsfeuerwehr (BF) ihren 100. Geburtstag gefeiert. Gleichzeitig übergab Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras den symbolischen Schlüssel für die neue Feuer- und Rettungswache im Gefahrenabwehrzentrum an BF-Chef Sven Kasulke.

Unter den 350 geladenen Gästen war Schleswig-Holsteins neuer Innenminister Stefan Studt. Er lobte „das enorme Engagement der Feuerwehrleute in Neumünster für die Bürger“ und die zukunftsweisende Entscheidung von Kommunalpolitik und Verwaltung für die neue Wache: „Das bedeutet besseren Schutz und mehr Sicherheit für die Menschen in der Stadt.“ Anschließend überreichte der Minister als Dank und Anerkennung des Landes eine Urkunde und eine Glocke. Lobend äußerte sich auch der stellvertretende Landesbrandmeister Dr. Ralf Kirchhoff, der die Ehrenurkunde des Landesfeuerwehrverbandes mitbrachte. Es sei der Stadt hoch anzurechnen, dass sie sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für die moderne Feuerwache entschieden habe. „Es hat sich in den vergangenen zehn Jahren viel getan beim Brandschutz in Neumünster. Hier wird nun effizient und auf höchstem Leistungsniveau gearbeitet“, so Kirchhoff.

Launige Worte fanden Projektentwickler Christian Lanzinger von der Firma K-Plan und Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens. K-Plan aus dem bayrischen Abensberg hat die Feuer- und Rettungswache geplant. „Das war angesichts des Kostendrucks keine leichte Aufgabe. Aber wir haben preußische und bayrische Tugend zusammengeworfen und einen funktionalen Zweckbau errichtet“, sagte Lanzinger, der sich bei der „Bierzelt-Atmosphäre“ und der Blasmusik des Feuerwehr-Musikzuges Bornhöved gleich „heimisch“ fühlte. Stadtbrandmeister Jürgens hatte sich seit Jahren für den Neubau eingesetzt. Er erzählte die Geschichte der BF anhand von persönlichen Anekdoten. Weil er nur fünf Minuten Redezeit erhalten hatte, brachte er eine Eieruhr mit, die er allerdings unter dem Lachen des Publikums regelmäßig wieder aufzog. Er wünsche sich nun noch, dass das Ende der Färberstraße seinen Namen erhalte, so Jürgens augenzwinkernd.

Die neue Feuer- und Rettungswache ist 6700 Quadratmeter groß. Von den 450 Metern Flur in den Gebäuden gehen Türen zur neuen Leitstelle, zu fünf Spezialwerkstätten, sechs Küchen, 33 Büros und Ruheräumen mit 29 Betten ab. In den Fahrzeughallen finden elf Rettungswagen und 24 Feuerwehrautos Platz. Der Bau hat insgesamt 13,3 Millionen Euro gekostet. Der Umzug der 93 Feuerwehrleute, 19 Rettungsdienst-Mitarbeiter und 12 Verwaltungskräfte soll im November erfolgen.

Kommentar:

Das letzte Kapitel ist abgeschlossen

Es war ein langer und es war ein steiniger Weg. Oft brannte in den vergangenen zwei Jahrzehnten bei den Stichworten Gefahrenabwehrzentum und Neubau   einer Feuer- und Rettungswache in der  Verwaltung und in der Politik  die Luft. Dass Feuerwehr und Rettungsdienst nun  wohl das landesweit modernste Gebäude in Betrieb nehmen können, ist  dem Engagement und dem  Durchsetzungswillen der Kameraden zu verdanken.   Mit Oberbürgermeister Olaf Tauras und Stadtrat Oliver Dörflinger kamen zwei Unterstützer des Projektes  in die Verwaltungsspitze. Beide fackelten nicht lange, sondern fanden auch in Zeiten von tiefroten Haushaltszahlen Wege und Lösungen, um für die Bevölkerung in der Stadt und im Umland  den bestmöglichen Brandschutz und die bestmögliche Gefahrenabwehr sicherzustellen. Beides ist nun  gegeben.  Das letzte Kapitel dieses Einsatzes ist erfolgreich abgeschlossen.

 

 

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 13.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen