Allgemeiner Deutscher Fahrradclub : Zugeparkte Wege ärgern Radfahrer

Der abgesenkte Bordstein soll den Radlern, die in diesem Fall von der Gutenbergstraße auf die Kieler Straße in Richtung Innenstadt abbiegen wollen, dabei helfen, einfacher auf den Radweg zu kommen. Der wird allerdings in aller Regelmäßigkeit zugeparkt.
Der abgesenkte Bordstein soll den Radlern, die in diesem Fall von der Gutenbergstraße auf die Kieler Straße in Richtung Innenstadt abbiegen wollen, dabei helfen, einfacher auf den Radweg zu kommen. Der wird allerdings in aller Regelmäßigkeit zugeparkt.

Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs steuerten Brennpunkte an. Die Stadt will die Verbesserungsvorschläge prüfen.

shz.de von
24. Mai 2015, 07:00 Uhr

Neumünster | Um die Verkehrssituation für die Radfahrer in der Stadt generell zu verbessern, schauen sich Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) regelmäßig besondere Brennpunkte an, um sie mit Vertretern der Stadt zu besprechen. Am Donnerstagnachmittag führte die Brennpunkte-Tour die Kieler Straße entlang.

Erster Halt: Die Verkehrsgitter, die links und rechts an der Einmündung auf den Ilsahl aufgestellt sind. „Deren Sinn ist nicht erkennbar, und sie mindern die Breite der Radwege auf beiden Seiten“, meinte der ADFC-Vorsitzende Uwe Mohns. Vor Ort wurde gerätselt, ob die Stelle möglicherweise sogar ein Unfallschwerpunkt sei. „Überflüssig sind sie jedenfalls nicht, sonst würden sie hier nicht stehen“, meinte Gritt Kaiser vom Tiefbauamt schließlich. Zudem bescheinigte Uwe Mohns den Radwegen beim Vorort-Termin – entgegen seiner ersten Feststellung – eine vernünftige Breite. „Natürlich lassen wir uns bei unserer Brennpunkte-Tour auch vom Gegenteil überzeugen“, sagte er.

Weiter radelten die zwölf Teilnehmer die Kieler Straße entlang. „Hier ist es nicht selten ein Problem, dass Autos auf den Grünflächen zwischen den Bäumen und zum Teil auf dem Radweg stehen“, erzählte Mohns. Das sei aber entlang der gesamten Kieler Straße ein Problem. An der Kreuzung mit dem Stoverweg und der Wilhelminenstraße kommen Autofahrer, die vom Stover auf die Kieler Straße in Richtung Innenstadt abbiegen möchten, mit den geradeaus fahrenden Radfahrern in Konflikt. „Hier gilt für die Radfahrer die ‚Autoampel‘. Die Radler fahren gemeinsam mit den Autos los. Eine separate, vorgezogene und früher geschaltete Radfahrerampel würde hier sicher Abhilfe schaffen“, meinte Mohns.

Außerdem führt die eingezeichnete Furt für Radler vom Stoverweg auf die Wilhelminenstraße auf den Bürgersteig. „Der ist zwar auch für Radfahrer freigegeben, aber sicherer ist die Straße, weil der Radler hier im Auge des Autofahrers ist“, hieß es. Um auf der Straße weiterzufahren, müssen die Radler die Furt jedoch verlassen, was zu Irritationen führt und auch nicht ungefährlich ist. „Wir haben alles notiert und werden prüfen, ob der Vorschlag des ADFC realisierbar ist“, sagten Michael Köwer und Gritt Kaiser von der Stadt.

Am Ende der Tour waren die abgesenkten Bordsteine in Höhe der Gutenberg- und der Bismarckstraße ein Thema. Die wurden extra geschaffen, damit Radler, die in Richtung Innenstadt auf die Kieler Straße abbiegen möchten, leichter auf den Radweg gelangen. Vor den abgesenkten Bordsteinen sind jedoch regelmäßig Autos abgestellt. „Eine bessere Markierung könnte hier helfen“, war der Vorschlag der ADFC-Mitglieder. Auch das soll nun geprüft werden.

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