Jahresschau : Züchter präsentierten viele Exoten

Bei den stolzen Vorwerk-Hühnern handelt es sich um eine Art, die vom Aussterben bedroht ist. Sie wird von drei Züchten in Einfeld gehalten.
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Bei den stolzen Vorwerk-Hühnern handelt es sich um eine Art, die vom Aussterben bedroht ist. Sie wird von drei Züchten in Einfeld gehalten. 

Bei der Jahresschau des Rassegeflügelzuchtvereins Einfeld waren 205 Tiere zu sehen.

shz.de von
24. Oktober 2016, 07:00 Uhr

Neumünster | Großes Geschnatter und Gekrähe war am Sonnabend und Sonntag in der Gärtnerei Stüber am Looper Weg zu hören. Der Rassegeflügelzuchtverein Einfeld und Umgebung von 1949 hatte zur Jahresschau eingeladen und rund 120 Besucher waren gekommen. 19 Züchter stellten insgesamt 205 Tiere vor, die von drei Preisrichtern begutachtet wurden. Dabei wurde zweimal die Note „vorzüglich“ und 13 Mal die Note „hervorragend“ vergeben. Den Landesverbandspreis erhielt Georg Titow aus Brügge für seine „Dresdner braun“.

Der Vereinsvorsitzende Holger von Ahrentschildt machte auf weitere Besonderheiten der Ausstellung aufmerksam. So hatten sich drei Züchter des Vereins auf Vorwerk-Hühner spezialisiert. Das sei verdienstvoll, weil diese Art vom Aussterben bedroht ist.

Auch diverse Exoten waren zu sehen, darunter die Zwerg-Augsburger, die nicht nur einen Kamm, sondern einen Becherkamm besitzen. Auch die Zwerg-Seidenhühner mit Bart und fünf Zehen waren ein echter Hingucker. Von den Marans gab es sogar schokoladenbraune Eier. „Hühner sind beliebt, weil jeder, der einen Garten hat, sie halten kann. Da sie nicht fliegen können, bedarf es auch keines hohen Zaunes“, sagte von Ahrentschildt. Neben den Hühnern waren auch Perlhühner und Tauben in der Ausstellung zu sehen, ebenso wie Wasserziervögel wie die Nonnengänse oder Witwenpfeifgänse. Wer sie etwas kräftiger haben will sollte „Toulouser Gänse“ halten, die wiegen bis zu zehn Kilogramm“, empfahl von Ahrentschildt. Er schätzte, dass am Wochenende rund 120 Gäste die Ausstellung besuchten.

Natürlich war das Rassegeflügel am Wochenende die Hauptattraktion, aber in einem Gewächshaus hatten die Frauen der Züchter eine leckere Torten- und Kuchentafel aufgebaut, die zum Verweilen und zu Fachgesprächen einlud. Traditionell gab es bei den Einfelder Züchtern auch eine Tombola zur Jahresschau, die von rund 25 Unternehmen aus Einfeld und Neumünster unterstützt wurde.
 

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