Rendswühren : Zuckererbsen brauchen noch etwas

Die Schwestern Modedesignerin Adele, Kunstgeschichtsstudentin Erika und Opernsängerin Louise von Bülow (von links) werfen gern einmal mit ihrem Vater Harry von Bülow einen Blick auf die Erbsenfelder auf Hof Altbokhorst. Dieses Jahr heißt es warten. Möglicherweise gibt es Ende dieser Woche die ersten Zuckererbsen.
Die Schwestern Modedesignerin Adele, Kunstgeschichtsstudentin Erika und Opernsängerin Louise von Bülow (von links) werfen gern einmal mit ihrem Vater Harry von Bülow einen Blick auf die Erbsenfelder auf Hof Altbokhorst. Dieses Jahr heißt es warten. Möglicherweise gibt es Ende dieser Woche die ersten Zuckererbsen.

Die Ernte auf Altbokhorst verschiebt sich wegen des Wetters. Töchter treffen sich gern im Sommer auf dem elterlichen Hof.

shz.de von
22. Juli 2015, 08:00 Uhr

Rendswühren | Für den Altbokhorster Landwirt Harry von Bülow bleibt der Erbsenanbau ein Stück Tradition. Gleich links neben dem Weg in die Felder zwischen den Altbokhorster Windkraftanlagen steht gegenüber vom Hof Altbokhorst die alte hölzerne Feldscheune, in der sich ein wahres Technikungetüm vergangener Tage verbirgt. Die alte Erbsenpaalmaschine hat
einst die Erbsen für die Dosengemüsefabrik in Neumünster von Stielen und Schoten befreit und frisch gewaschen für die Produktion vorbereitet.

Wenige hundert Meter weiter liegt das grüne Feld, für das sich nicht nur Harry von Bülow und Hofnachfolger Sohn Henry begeistern. Auch für die Töchter Adele, Erika und Louise ist der Zuckererbsenanbau auf dem Hof mehr als nur ein Stück Landwirtschaft. „Für uns ist das ein Stück Heimat, das wir vermissen würden“, meinten die jungen Frauen, die längst dem Mädchenalter entschwunden und Modedesignerin, Kunstgeschichtsstudentin und Opernsängerin geworden sind, jetzt bei einem Besuch auf den Feldern von Altbokhorst.

„Im Sommer kommen wir auf Altbokhorst zusammen und versuchen, hier viel Zeit gemeinsam zu verbringen“, meinten die jungen Frauen. Dazu gehöre auch der Gang mit dem Bruder oder Vater über die Felder. „Dabei sind die Erbsen eben auch ein Stück zuckersüße Erinnerung an die Kindertage auf Altbokhorst“, sagt Adele von Bülow.

„Einige Tage dauert es wohl noch, bis es auch in der Familienküche wieder nach frisch geernteten Zuckererbsen duftet“, meinte Harry von Bülow. Bis Ende Juli müssten sich auch noch die Kunden auf dem Direktverkauf des Hofes gedulden.

Etwas geduckt verstecken sich dieses Jahr die zwei Hektar Erbsen zwischen den Getreidefeldern. Zu wenig Regen und kühle Mai- und Junitage haben wie beim Getreide die Ernte der Erbsen etwas nach hinten verschoben.  

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