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Konzert : Zu Ehren der Mütter und zur Freude des Publikums

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mädchen-Musikzug zelebrierte schmissige und anrührende Titel für 350 Zuhörer

Neumünster | Musik sagt mehr als tausend Worte. Wohl auch deshalb erfreut sich das Muttertags-Konzert des Mädchen-Musikzugs (MMN) seit Jahren großer Beliebtheit. Zur 23. Auflage am Sonntagnachmittag war der Festsaal mit 350 Besucher bis auf den letzten Platz besetzt.

Ohne viele Worte starteten Hans-Georg Wolos und seine 30 Musikerinnen pünktlich um 15 Uhr mit einem abwechslungsreichen Programm aus traditioneller und moderner Blasmusik. Kein Muttertags-Konzert ohne den beliebten „Military Escort“: Der flotte Marsch des britischen Komponisten Harold Bennett begeisterte Publikum wie Musikerinnen gleichermaßen. Mit viel Schwung spielte sich der Mädchen-Musikzug gleich mit seinem ersten Stück in die Herzen der Besucher.

„Meine Tochter und ich kommen bereits zum vierten Mal am Muttertag nach Neumünster“, erzählte Irmgard Bruhn aus Wahlstedt. Die Stimmung hier sei immer schön, die Musikauswahl ausgewogen und die strahlenden Gesichter der Mädchen in ihren schmucken Uniformen eine echte Augenweide, meinte die Rentnerin (78). „Als ich das erste Mal Karten kaufte, hatte ich einen schönen Nachmittag für meine Mutter im Sinn“, ergänzte ihre Tochter. „Dass auch meine Generation musikalisch voll auf ihre Kosten kommt, hat mich sehr positiv überrascht“, sagte Ilona Wagner und verwies auf das Abba-Medley und den „Djembé Funk“.

Mit afrikanischen Rhythmen heizte das Orchester noch einmal richtig ein. Ruhiger wurde es beim „Concerto d’ Amore“ von Jacob de Haan. Das zeitgenössische Werk des niederländischen Komponisten mit Barock-, Pop- und Jazz-Elementen vereint drei Stilrichtungen zu einem gelungenen Ganzen. Auf die barock klingende Ouvertüre folgt ein energischer Abschnitt im Pop-Stil, der dann zu einer fetzigen Swing-Passage ausläuft.

Die Pause genossen viele Gäste bei herrlichem Wetter im Freien und dankten Orchesterleiter Hans-Georg Wolos für das wunderschöne Konzert. Danach ging es mit dem „Hallelujah“ von Leonard Cohen weiter. Derart einfühlsam spielten der vorwiegend aus Blechbläsern bestehende Mädchen-Musikzug die Pop-Ballade, dass manch ein Besucher eine Träne verdrückte. Zwei Stunden genossen die Besucher das Muttertags-Konzert. „Viel schöner als Blumen“, meinte eine Mutter.

Traditionell fanden Ehrungen statt. Für ihre zahlreichen Einsätze erhielten Tabea Jürgens (Schlagzeug, 100 Konzerte), Janina Jürgens (Querflöte, 150), Caroline Pfeffer (Klarinette, 250), Sina Poggemeier (Saxophon, 250) und Tjorven Liebig (Schlagzeug, 250) Blumen und eine Urkunde. Außerdem ehrte Kay Prieß, der Vorsitzende des Musikerverbandes Schleswig-Holstein, Jennifer Baas für zehn Jahre MMN. Michelle Folster (Klarinette, Percussion) wurde nach elf Jahren aus dem MMN feierlich verabschiedet. Die Prüfung C1 gemeistert haben Sina Poggemeier und Tjorven Liebig. Joana Riemer bestand die D3-Prüfung. Alle drei hatten in den Osterferien auf Fehmarn unter Leitung der Landesmusikdirektorin Sonja Hummel gelernt, geprobt und bestanden.

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