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Holsteinischer Courier

15. Dezember 2017 | 22:48 Uhr

Auszeichnung : Zu Besuch beim Bundespräsidenten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner Tafel-Chefin Christina Arpe wurde zum Bürgerfest des Bundespräsidenten eingeladen und sieht die Einladung als große Auszeichnung

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 07:00 Uhr

Zu Besuch auf Schloss Bellevue – auf persönliche Einladung des Bundespräsidenten: Diese Ehre wird nur wenigen zuteil. Christina Arpe, Vorsitzende der Neumünsteraner Tafel, gehört zu ihnen. Die 37-Jährige wird Neumünster morgen beim Bürgerfest des Bundespräsidenten in Berlin vertreten.

Damit es nicht allzu aufregend wird, darf Christina Arpe eine Begleitung ihrer Wahl mitnehmen. Die Entscheidung fiel ihr nicht schwer: „Ich wollte unbedingt jemanden aus meinem Team mitnehmen, denn ohne mein Team würde die Tafel nicht existieren“, sagte sie und entschied sich für ihre Kollegin Susanne Krebs (49).

Frank Hildebrandt ist Vertreter der Tafeln Schleswig-Holsteins. Er bekam den Auftrag, Vorschläge für mögliche Kandidaten zu machen. Das Auswahlkriterium war das ehrenamtliche Engagement der einzelnen Mitarbeiter, sodass seine Wahl auf Christina Arpe fiel. Als diese die Tafel 1999 übernahm, bestand sie aus einem alten Ford Transit, in dem sie herumfuhr und Essen an Bedürftige verteilte. Heute, 14 Jahre später, existiert dank der Initiative von Christina Arpe, ihrem ehrenamtlichen Engagement und dem von unzähligen Helfern eine Erwachsenen- und eine Kindertafel mit vielen Angeboten sowie ein Tafelcafé, das für jedermann geöffnet ist.

Christina Arpe will im Schloss Bellevue allerdings auch eine Botschaft überbringen, die keine festliche Stimmung aufkommen lässt: „Es ist nicht so, dass keine Arbeit da wäre, oder keine Arbeitskräfte. Es ist schlicht kein Geld da, um Arbeitskräfte dafür zu bezahlen, die Arbeit zu tun. Und da liegt der Fehler in der Politik!“

Trotzdem freut sich Christina Arpe über die Einladung, die sie als Auszeichnung für ihre Arbeit empfindet. Bei beiden Frauen überwiegt die Vorfreude. Ob sie aufgeregt sind? „Nein, aufgeregt sind wir nicht. Das Problem bei uns Frauen ist nur immer: Was ziehen wir an?“

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