Zonta-Club sammelte im Kino 2000 Euro

Susanne Pfuhlmann-Riggert, die Präsidentin des Zonta-Clubs in Neumünster, im Savoy-Kino. Sie weist auf die auf zwei Jahre angelegte Kampagne „Zonta says No“ hin.
Susanne Pfuhlmann-Riggert, die Präsidentin des Zonta-Clubs in Neumünster, im Savoy-Kino. Sie weist auf die auf zwei Jahre angelegte Kampagne „Zonta says No“ hin.

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22. November 2014, 13:11 Uhr

Anspruchsvolles Kino, Gespräche und Spenden: So machte der Zonta-Club Neumünster auf die Kampagne gegen Gewalt an Frauen aufmerksam. Der frauengeführte Serviceclub lud am Donnerstagabend zu einem Kinobesuch ins Bordesholmer Savoy ein. Über 100 Besucher unterstützten durch ihr Eintrittsgeld und den Getränkekauf das Projekt „Zonta says No“ mit etwa 2000 Euro.

„Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein Thema. Wir wollen es mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen aus der Tabuzone des Privaten herausholen und sagen ganz deutlich Nein zu Gewalt gegen Frauen“, erklärte Susanne Pfuhlmann-Riggert, Präsidentin des Clubs in Neumünster. Innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre wird sich der internationale Club dieser Kampagne widmen.

Gezeigt wurde der 1992 in Georgien spielende, mehrfach prämierte Film „Die langen, hellen Tage“ von Nana Ekvtimishvilis. Der autobiografisch geprägte Film erzählt die Freundschaft zweier jugendlicher Mädchen, die aus Konventionen ausbrechen wollen. Doch die Traditionen wirken stark, und so wie Sitten über Generationen vererbt werden, scheint sich auch die Gewalt fortzupflanzen.

„Ein besonderer Film aus einer uns fremden Gegend mit eindrucksvollen Bildern und Mädchen, die unseren mitteleuropäischen gar nicht so unähnlich sind. Wäre da nicht das immer wiederkehrende Motiv der Gewalt“, urteilte die Rechtsanwältin Pfuhlmann-Riggert im Anschluss. Weltweit erfährt jede dritte Frau einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge Gewalt.

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