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Ratsversammlung : Zoff in der CDU: Neuwahlen vorgezogen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Fraktion hat offenbar kein Vertrauen mehr in ihren Vorstand. Babett Schwede-Oldehus will nicht wieder kandidieren

von
erstellt am 29.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Gegärt hat es unterschwellig wohl schon länger, aber am Montagabend ist es in der Fraktionssitzung der CDU zum mehr oder weniger offenen Bruch gekommen. Die Mehrheit der Ratsmitglieder hat dem Vorstand, angeführt von der Vorsitzenden Babett Schwede-Oldehus, das Vertrauen entzogen. Jetzt wird es vorgezogene Neuwahlen geben. Das bestätigte die Vorsitzende gestern auf Anfrage.

„Es gab schon länger Unruhe bei uns und sehr viele Diskussionen. Darum haben wir vom Vorstand gemeinsam die Fraktion um ein Votum gebeten, ob wir so weiterarbeiten sollen oder nicht“, sagte Babett Schwede-Oldehus. Das ging nach hinten los, denn von 15 anwesenden Ratsmitgliedern sollen dem Vorstand nach Courier-Informationen nur 5 das Vertrauen ausgesprochen haben.

Nun wird die Fraktion am 10. November einen neuen Vorstand wählen. Traditionell ist eigentlich nach der Hälfte der Wahlperiode eine Neuwahl vorgesehen; die wird nun um etwa ein Jahr vorgezogen. In der Ratsversammlung am kommenden Dienstag wird der alte Vorstand aber noch im Amt sein.

Vorstandsmitglieder sind außer Babett Schwede-Oldehus ihre Stellvertreter Hauke Hahn und Wolf Rüdiger Fehrs sowie die Beisitzer Gerd Kühl und Gerd Lassen. Ob sie sich wieder um Vorstandsämter bewerben, ist noch offen. Die Vorsitzende schließt das für sich aus. „Nein, ich stehe nicht zur Verfügung“, sagte sie.

Seit der Kommunalwahl im Mai 2013 stellt die CDU mit 16 Mitgliedern die größte Fraktion, aber die Akzente setzen andere. SPD, Bündnis für Bürger/Piraten, Grüne und Linke haben in wechselnden Kombinationen häufig eine Mehrheit. Mehrfach war umstritten, wie die Fraktion sich positionieren solle. Der gemeinsame Antrag mit der SPD zur Ansiedlungspolitik wurde zuletzt heftig kritisiert (wie berichtet).

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