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Jugendspielplatz : Zirkus Probst lässt sich freiwillig überprüfen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Ordnungsbehörde hat keinerlei Hinweise auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz oder die artgerechte Haltung. Tierische Stars sind die weißen Tiger und Zebroid Jambo.

Neumünster | Nach zum Teil gewaltsamen Protesten von Tierschützern in Schleswig, Kiel und Rendsburg gegen den Zirkus Probst ist es laut Polizei in Neumünster bis gestern Abend ruhig geblieben. Seit Montag baut das Unternehmen aus Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) auf dem Jugendspielplatz sein 1300 Personen fassendes Zelt auf. Die Vorstellungen beginnen am morgigen Donnerstag und gehen bis Sonntag.

„Wir sind um das Wohl unserer 100 Tiere sehr bemüht. Der Transport erfolgt in großen, speziell auf die Bedürfnisse abgestimmten Lastern. Nach der Ankunft in einer Gastspielstadt können die Tiere sofort in die Außengehege. Außerdem ist laufend ein Tierarzt zur Kontrolle hier“, sagt Zirkus-Verwaltungschefin Sonja Probst. Wichtiges Argument für sie: „Wir lassen uns in fast jeder Stadt neu durch öffentliche Veterinäre überprüfen.“

Diese Untersuchung geschieht freiwillig. „Kein Zirkus ist dazu verpflichtet. Nötig ist eine Überprüfung durch Amtstierärzte nur, wenn neue Tierarten angeschafft werden oder es Hinweise auf Verstöße gibt“, erläutert Udo Wachholz, Fachdienstleiter der Ordnungsbehörde im Rathaus. Er bestätigt, dass voraussichtlich heute eine Amtstierärztin die Haltungsbedingungen in Augenschein nehmen wird. „Schon in Rendsburg und Schleswig gab es keine Beanstandungen. Uns ist der Zirkus Probst vom letzten Auftritt 2010 als seriöses und vorbildhaftes Unternehmen bekannt“, so Wachholz.

Stars unter den Vierbeinern ist neben den weißen Löwen vom tschechischen Dompteur Ludvik Berousek vor allem das laut Sonja Probst weltweit einzige Zebroid. „Jambo, Prince of Kenia“ (6) hat als Mutter ein Zebra und als Vater ein Shetland-Pony, ist sehr anschmiegsam und lässt sich für sein Leben gerne kraulen. Wenn nicht gerade ein Mensch in der Nähe ist, übernimmt Zirkus-Hund Ricky, der gleichaltrige Jack-Russel-Terrier, die Aufgabe. Er schleckt dann „Jambo“ das eigenwillig gescheckte Fell. „Jeder Besucher kann in der Tierschau nachprüfen, dass es unseren Tieren gut geht“, sagt Sonja Probst.

Vorstellungen sind Donnerstag bis Sonntag um 16 Uhr, Freitag und Sonnabend zusätzlich um 19.30 Uhr und Sonntag um 11 Uhr. Karten ab 10 Euro gibt es an der Zirkuskasse.

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erstellt am 27.Aug.2014 | 07:00 Uhr

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