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Hereinspaziert : Zirkus Krone: Löwen, Tiger & Co. sind die umhegten Stars

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Zirkus hat zwei Tierärzte und zwei Tierschutzbeauftragte / Programm mit tollen Tiernummern und Weltklasse-Akrobaten

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Fliegende Menschen, eine Harley-Davidson-Fahrt in luftiger Höhe, Clowns erster Güte, starke Männer und preisgekrönte Seilakrobaten – mit Artisten von Weltklasse kommt Zirkus Krone von Freitag bis Dienstag, 18. bis 22. September, nach vier Jahren wieder einmal nach Neumünster. Doch die eigentlichen Stars sind die Tiere – Löwen, Tiger, Elefanten, rassige Hengste, Seelöwen und Tsavo, der dienstälteste Nashornbulle der Zirkuswelt. „Wir zeigen die Tiere so, wie sie sind: in ihrer Schönheit“, betonte gestern Pressesprecher Markus Strobl beim Vorstellen des Programms und machte klar, dass das Wohlergehen der Tiere an erster Stelle steht.

„Wir haben zwei eigene Tierärzte, die werden auf Zuruf aus München eingeflogen. Außerdem haben wir zwei Tierschutzbeauftragte, das sind seit 2012 Max Siemoneit-Barum und seit 2015 Frank Keller. 178 Tiere werden von 100 Tierpflegern versorgt, es gibt individuelle und computerdokumentierte Fütterungs-, Bewegungs- und Fitness-Pläne“, erklärte Strobl. Für die Pferde gebe es eine Führanlage, auf der trainiert wird, sagt Strobl.

Quartiere und Gesundheitszustand werden in jeder Stadt vom Veterinäramt überprüft: „Es gibt ein Zentralregister. Wenn in der einen Stadt die Kolik eines Pferdes behandelt wird, kommt in der nächsten Stadt das Veterinäramt und checkt das Tier“, sagt der Pressesprecher und will damit die große Kontrolldichte aufzeigen.

Wie die Tiere untergebracht sind, können auch die Besucher tagsüber von 10 bis 18 Uhr – bis zum vorletzten Spieltag – anschauen oder auch das Training verfolgen. „An jedem Käfig ist ein Monitor mit Filmen über das jeweilige Tier, außerdem Info-Tafeln. Nirgendwo kommt man den Tieren so nahe wie im Zirkus“, betont Strobl.

In der Manege zeigen sich die Tiere im aktuellen Programm „Evolution“ der Jubiläumstour zum 110-jährigen Bestehen des Zirkus’ hochkarätige Nummern: Martin Lacey junior präsentiert die größte Raubtiernummer der Welt mit 26 weißen und goldfarbenen Tigern und Löwen, lässt sie gespielt fauchen und drohen. Zirkus-Juniorchefin Jana Mandana zeigt eine Freiheitsdressur mit temperamentvollen weißen Araberhengsten, mächtigen holländischen Friesen und pastellfarbenen Cremolos. Tonnenschwere Elefanten – die Wappentiere des Hauses – verblüffen mit einem faszinierenden Ballett. Alessio präsentiert farbenprächtige Aras und Sittiche als Flug- und Kletterkünstler. Petra und Roland Duss lassen ihre Seelöwen Schabernack treiben, jonglieren und tanzen.

Adrenalin und Spannung pur: Auf einer riesigen Harley-Davidson wird Crazy Wilson atemberaubende Artistik inklusive Salto Mortale hoch oben unter dem Zeltdach zeigen. Als Spaßmacher der Extraklasse sorgt Fumagalli als „Stan Laurel der Manege“ für Lacher; mit zum Programm gehören außerdem Artisten am Fliegenden Trapez, Jonglage mit Flamenco-Tanz , starke Männer, die Menschenpyramiden bauen, und das Krone-Ballett.

Eine Elefantenparade durch die Stadt wie einst werde es allerdings nicht geben, sagt Strobl. Eine solche Werbeveranstaltung würde aufgrund der Sicherheitsanforderungen 50 000 Euro kosten. Wenn der Zirkus kommt, rückt eine kleine Stadt an: 400 Menschen, 200 Tiere, mehr als 330 Wohn- und Packwagen, ein Zirkuszelt mit 4000 Sitzplätzen. „Wir sind inzwischen die größte Zeltstadt der Welt“, so Strobl.

Wochentags gibt es Vorführungen um 15.30 und 20 Uhr; am Sonntag um 14 und 18 Uhr; am letzten Tag eine Vorstellung um 15.30 Uhr. Eintrittskarten kosten zwischen 15 und 40 Euro; es gibt sie unter anderem im Kundencenter des Holsteinischen Couriers am Kuhberg 18.

 

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