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Tungendorf : Ziegen sollen die Goldrute kleinhalten

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Umpflügen und Mähen konnten Ausbreitung der verwilderten Gartenzierpflanze nicht verhindern

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 15:00 Uhr

Neumünster | In der ehemaligen Kiesgrube am Moorweg in Tungendorf sollen Burenziegen die weitere Ausbreitung der Kanadischen Goldrute verhindern. Diese verwilderte Gartenzierpflanze hat dort in den vergangenen Jahren die heimischen Arten in großen Bereichen verdrängt. Nun besteht die Gefahr, dass die Kanadische Goldrute auch auf die angrenzende Grünlandfläche einwandert. Hier werden seit mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund selten gewordene Grünlandarten angesiedelt.

„Die mechanische Bekämpfung durch Umpflügen und Mähen hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht“, sagte Dorit Paustian vom Fachdienst Natur und Umwelt auf Courier-Nachfrage. In diesem Jahr werden nun voraussichtlich ab Donnerstag, 22. Oktober, Burenziegen eingesetzt.

Diese Hausziegenrasse hat ihren Ursprung in Südafrika und wird schon in mehreren Landkreisen seit einigen Jahren mit Erfolg in der Landschaftspflege eingesetzt. Die Ziegen fressen die Krautschicht und kleinere Gehölze auf der beweideten Fläche. Zunächst wird eine Teilfläche der ehemaligen Kiesgrube am Moorweg kurzzeitig und intensiv mit 60 Burenziegen beweidet. Dabei soll festgestellt werden, ob die Ziegen auf die Kanadische Goldrute ansprechen und die Pflanze effektiv fressen. Dafür ist ein Zeitraum von 25 Tagen vorgesehen. Für die Beweidung wird ein mobiler Weidezaun eingesetzt, die Tiere werden einmal täglich durch ihren Halter Marc Christians aus Holm betreut.

Wenn sich herausstellt, dass die Ziegen die problematische Kanadische Goldrute gut verbeißen, wäre es denkbar, für das kommende Jahr eine Beweidung eines größeren Teils der ehemaligen Kiesgrube zu beauftragen. Da die Ziegen kleinere Gehölze gut verbeißen, könnte man sie auch zum Zurückdrängen des Weidenaufwuchses in dem flachen Gewässer und des Birkenaufwuchses in anderen Teilbereichen einsetzen. Dadurch könnte ein erneuter Maschineneinsatz in dem Gebiet vermieden werden, argumentieren die Befürworter der biologischen Mähmaschine.

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