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Holocaust-Gedenktag : Zeichen wider das Vergessen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadt, Parteien, Runder Tisch und Kirchen legten am Rathaus Kränze für die NS-Opfer nieder

von
erstellt am 28.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal im Rathaus-Innenhof gedachten gestern Stadt, demokratische Parteien, der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie und die Kirchen der Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit, 2005 wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen offiziell zum internationalen Holocaust-Gedenktag proklamiert.

„Wir wollen ein Zeichen setzen wider das Vergessen, in Erinnerung der vielen Opfer und als Mahnung für nachfolgende Generationen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Erst seit 2012 begeht man in Neumünster den Tag in dieser Form. Tauras erinnerte an den Grund: „2012 war das Jahr, in dem wir aufgrund der Anfeindungen der Rechtsextremisten eine bürgerliche Bewegung entwickeln mussten, um allen zu zeigen: Neumünster ist bunt, nicht braun.“ Die Gedenkfeier sei daher auch ein Zeichen, jeglichen rechtsextremistischen Tendenzen Einhalt zu gebieten. Dass dies kein leichtes und einfaches Anliegen ist, zeige das Ergebnis der letzten Kommunalwahl mit dem Einzug der NPD in die Ratsversammlung.

Hass, Tyrannei, Verfolgung, Vertreibung und Krieg seien in dieser Welt noch immer an der Tagesordnung, sagte Tauras mit Blick auf die Bilder und Berichte aus Syrien. „Solche Schicksale gehen uns nah“, sagte Tauras. Zu helfen gebiete nicht nur die deutsche Geschichte, sondern auch die Nächstenliebe. Zurzeit werde daher mit dem Runden Tisch nachgedacht, wie den Flüchtlingen in der „weltoffenen und toleranten Stadt Neumünster“ geholfen werden könne.

Nach der Gedenkfeier fand in der Vicelinkirche ein ökumenische Andacht statt. Seine Predigt hatte Propst Stefan Block unter das biblische Wort „Ich habe Dich in meine Hände gezeichnet“ gestellt und machte dabei das auch Schicksal der Sinti und Roma im Neumünster der NS-Zeit zum Thema.

 

 

 

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