Brutpflege : Zehn neue Kästen für Dohlen

Geschafft! Der erste Nistkasten für Dohlen hängt. Ein Hubwagen hat Sönke Springborn sechs Meter hoch gefahren. Die Befestigungsdrähte sind zum Schutz der etwa 150 Jahre alten Buche durch einen Gartenschlauch gezogen worden.
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Geschafft! Der erste Nistkasten für Dohlen hängt. Ein Hubwagen hat Sönke Springborn sechs Meter hoch gefahren. Die Befestigungsdrähte sind zum Schutz der etwa 150 Jahre alten Buche durch einen Gartenschlauch gezogen worden.

Bund für Umwelt- und Naturschutz hilft den Vögeln, ihre Reviere in der Stadt zu erhalten.

shz.de von
19. Januar 2015, 17:00 Uhr

Neumünster | Um der Dohle geeignete Brutmöglichkeiten zu bieten, haben sieben Ehrenamtliche des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Sonnabend zehn Nistkästen im Brachenfelder Gehölz mithilfe eines Hubsteigers angebracht. „Der Dohle Schutz und Hilfe zu bieten und somit der Artenverarmung entgegenzuwirken, ist unser Anliegen“, erklärte Ulf Döhring das aufwändige Unternehmen.

In etwa sechs Metern Höhe ließ sich der Baumpfleger Sönke Springborn im Korb des Hubwagens hochfahren, um die schweren, etwa 50 Zentimeter hohen und 30 Zentimeter tiefen Holzkästen anzubringen. In normalen Hausgärten sind so hohe Bäume eher eine Ausnahme, aber der schwarz-graue Singvogel brütet gerne in Kolonien. Die zehn Brutgelegenheiten sollten also möglichst nahe beieinander liegen.

Um die Rinde der Bäume nicht zu schädigen, haben die Vogelfreunde den Befestigungsdraht durch Gartenschlauchstücke gefädelt.

Die standorttreue Dohle legt ab April etwa fünf Eier, der warme Winter beeinflusst den Brutbeginn nicht. „Die innere Uhr des Vogels orientiert sich am Licht, nicht an der Temperatur“, erläuterte Döhring.

Im November haben die Vogelfreunde die Kästen bereits selbst gebaut (der Courier berichtete). Zehn weitere Exemplare sollen im Februar im Bereich Kieler Straße östlich der Obstbaumwiese angebracht werden. Zur Zeit gibt es etwa 200 bis 220 Brutpaare in Neumünster.

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