Neumünster : Zauberhafte Olchi-Annäherung

Staunen und Begeisterung bei den Kindern, die am Ende der Vorstellung das Olchi-Kind einmal anfassen durften.
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Staunen und Begeisterung bei den Kindern, die am Ende der Vorstellung das Olchi-Kind einmal anfassen durften.

Moritz Madsen zieht mit seinem Puppentheater fast 100 Besucher im Mehrgenerationenhaus in seinen Bann.

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16. Januar 2018, 08:50 Uhr

Neumünster | Aufregung im Mehrgenerationenhaus: Die Olchis sind wieder da! Fast 100 kleine und größere Besucher verfolgten am Sonntag die Aufführung von „Madsino’s Puppentheater“. Dieses Mal zog „Das geheime Olchi-Experiment“ die Kinder in den Bann.

Die niedlichen kleinen Olchis entstammen der Feder des Kinderbuchautors Erhard Dietl und haben mit ihren Geschichten schon zahllose Kinder begeistert. Diese kleinen grünen Wesen leben auf dem Müllberg von Schmuddelfing und fühlen sich nur so richtig wohl, wenn alles ordentlich schmutzig ist und sie ihre Lieblingsgerichte wie Schnürsenkelsuppe und Plastiktütensalat mit Gräten verspeisen können. Dabei haben sie nie Bauchschmerzen.

Dem will Professor Brausewein in der Geschichte vom geheimen Olchi-Experiment auf den Grund gehen und ein Bauchschmerzmittel entwickeln. Dazu braucht er die Hilfe der Olchis.

Mit seinen zauberhaften, handgefertigten Handpuppen bringt Moritz Madsen das Stück gekonnt auf die Bühne. Ihm gelingt es mühelos, die Aufmerksamkeit der Kinder zu erregen und die Konzentration aufrechtzuerhalten. „Interaktion ist wichtig“, erklärte der junge Puppenspieler „sonst wird es langweilig und die Kinder verlieren die Lust“. Deshalb überschreiten seine Aufführungen eine gewisse Länge nicht und haben in der Mitte immer eine Pause.

Mit dem Puppenspiel, den Süßigkeiten in der Pause und ein paar kleinen spielerischen Highlights wurde der Besuch zu einem rundum gelungenen Erlebnis. Am Ende des verließ Madsen mit dem Olchi-Kind die Bühne und lud die Kinder ein, sich das merkwürdige grüne Ding einmal aus der Nähe anzuschauen. Im Nu war er von unzähligen kleinen Besuchern umringt, die aufgeregt, teils zögerlich, teils mutig, die große Handpuppe berührten. Dabei wurde natürlich auch geprüft, ob das Olchi-Kind wirklich übel riecht.

„Das Verlassen der Bühne steht immer am Ende einer Aufführung, um den Kindern nicht die Illusion zu nehmen. Außerdem sollen sie sehen, dass sie vor den Puppen keine Angst haben müssen,“ erklärte Madsen.

Seine Liebe zum Puppenspiel hat er schon früh entdeckt. Noch während seiner Ausbildung zum Werbekaufmann begann er nebenberuflich mit vereinzelten Aufführungen. Doch schnell war er sich sicher, dass seine Leidenschaft dem Puppenspiel gehörte. Er kündigte seinen Job in einer Werbeagentur und machte sich selbstständig.

Seit einigen Jahren bereist er jetzt mit Madsino’s Puppentheater Hamburg, das südliche Schleswig-Holstein und Niedersachsen und begeistert Kinder im Alter von drei bis acht Jahren.

> Eine weitere Aufführung gibt es am Donnerstag um 16 Uhr im Mehrgenerationenhaus. Karten: Tageskasse.


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