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Bordesholm : Zarenausstellung in Bordesholm hatte gleich zum Auftakt großen Zuspruch

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Schau im Rathaus ist bis zum 28. März zu sehen.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 15:00 Uhr

Unter dem Titel „250 Jahre Zar Peter III. von Rußland zugleich Herzog von Holstein-Gettorf“ ist noch bis zum 28. März eine sehenswerte Ausstellung im Foyer des Bordesholmer Rathauses zu sehen. Organisiert wurde die Schau vom Kieler Zarenverein, der seit Dezember 2008 die Geschichte des ehemaligen russischen Herrschers und gebürtigen Kielers aufarbeitet, und vom Bordesholmer Kulturverein sowie der Bordesholmer Universitätssektion unterstützt wurde.

„Mit dieser Ausstellung weht ein Hauch der Geschichte durch das Rathaus“, sagte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht auf der Eröffnungsfeier am Freitag, die sich rund 200 Gäste nicht entgehen lassen wollten. Das ist ein Rekordauftakt für eine Ausstellung seit dem Neubau des Verwaltungsgebäudes vor drei Jahren. Die große Anzahl der Gäste spiegelt aus gutem Grund auch ein starkes Interesse der Bordesholmer an der Hauptfigur wider, da unter anderem sein Vater Herzog Carl Friedrich, Enkel des Kieler Universitätsgründers Christian Albrecht, sowie sein Chefdiplomat Caspern von Saldern in der Klosterkirche ihre letzte Ruhestätte fanden. Außerdem ging die 1665 ins Leben gerufene Landesuniversität aus einer mit der Bordesholmer Klosterkirche verbundenen Lateinschule hervor.

Deswegen betonte der Vorsitzenden des Zarenvereins, Jörg Ulrich Stange, aus Rajensburg, unter dem tosenden Beifall der Gäste, dass „Bordesholm die eigentliche Kulturhauptstadt in Schleswig-Holstein ist“. Mit der seit rund zwei Jahren laufenden Wanderausstellung unter Schirmherrschaft von Anke Spoorendonk, Landesministerin für Justiz, Bildung und Europa, erinnern die Initiatoren über rund 20 Schautafeln an das Leben von Zar Peter III., der in den 186 Tagen seiner Regentschaft von 1761 bis 1762 etwa 200 Verordnungen erließ, die ihm im feudalen Rußland des 18. Jahrhunderts viele Feinde einbrachte. Dazu gehörte unter anderem die Abschaffung der Folter, eine Bildungspflicht für Kinder, die Einrichtung einer Staatsbank und Glaubensfreiheit. Mit Wissen seiner Ehefrau und Thronfolgerin, Katharina der Großen, wurde er ermordet.

Die Mitglieder des Zarenvereins wollen nach Aussage des Vorsitzenden Jörg Ulrich Stange im Juni Zar Peter III. im Kieler Schlossgarten ein lebensgroßes Denkmal setzen. „Finanziert wird das allein mit Spendengeldern“, sagte Stange.








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