Bordesholm : Zaimoglu sinnierte über den Glauben

Als Gastgeber begrüßte beim Jahresempfang des Kirchenkreises (von links) die Synodenpräses Ina Koppelin und Propst Stefan Block sowie (von rechts) Susanne Wölffel (Kirchenkreisrat Altholstein) und die Pröpste Kurt Riecke (2, von rechts) sowie Thomas Lienau-Becker neben 140 weiteren Gästen auch den türkischstämmigen Schriftsteller und Künstler Feridun Zaimoglu (Dritter von links).
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Als Gastgeber begrüßte beim Jahresempfang des Kirchenkreises (von links) die Synodenpräses Ina Koppelin und Propst Stefan Block sowie (von rechts) Susanne Wölffel (Kirchenkreisrat Altholstein) und die Pröpste Kurt Riecke (2, von rechts) sowie Thomas Lienau-Becker neben 140 weiteren Gästen auch den türkischstämmigen Schriftsteller und Künstler Feridun Zaimoglu (Dritter von links).

Kirchenkreis Altholstein hatte zum Jahresempfang in die Klosterkirche eingeladen.

Bordesholm | Seit einigen Jahren richtet der Kirchenkreis Altholstein, dem 53 Gemeinden zwischen Henstedt-Ulzburg und Kiel angehören, seinen Jahresempfang an wechselnden Orten aus. Am Donnerstagabend fand das Treffen in der Bordesholmer Klosterkirche mit rund 140 Gästen aus kirchlichen Einrichtungen sowie zahlreichen weltlichen Institutionen statt.

„Ich bin froh und glücklich, dass wir hierhin einladen durften. Denn ich liebe diese Kirche. Sie ist für mich die Schönste im ganzen Kirchenkreis. Und da wir zurzeit Erntedank feiern, laden wir unsere Gäste herzlich gerne an einen gedeckten Tisch“, sagte Propst Stefan Block, der gemeinsam mit Propst Thomas Lienau-Becker, der Synodenpräses Ina Koppelin und Propst Kurt Riecke als Gastgeber fungierte.

Der Vielfalt der Aktionen, an denen sich der Kirchenkreis beteiligt, widmete sich auch der Jahresrückblick von Kurt Riecke. Per Diaschau ließ er unter anderem die 700-Jahr-Feier der Bad Bramstedter Maria-Magdalenen-Kirche, die erste Verleihung des Innovationspreises des Kirchenkreises sowie das Engagement der zahlreichen Flüchtlingsbegleiter und den Ausbau der Telefonseelsorge Revue passieren.

In angeregtem Podiumsgespräch mit Feridun Zaimoglu setzte sich anschließend Thomas Lienau-Becker mit Fragen zum Glauben und dem Missbrauch der Religion auseinander. „Ich bin Moslem und ein gläubiger Mensch. Doch im Religionswahn und der Gottlosigkeit machen wir einiges falsch. Denn ohne Menschenliebe kann es keine Gottesliebe geben“, erklärte der türkischstämmigen Schriftsteller, Drehbuchautor, Künstler und Journalist aus Kiel.

Außerdem erzählte der vielfach ausgezeichnete Autor mit großem Enthusiasmus von seinem, im November erscheinenden neuen Roman, der sich unter dem Titel „Evangelium“ der Figur Martin Luthers widmet. „Allerdings habe ich zu Beginn meiner Recherchen wirklich nicht gewusst, dass die evangelische Kirche im kommenden Jahr das Jubiläum der 500-jährigen Reformation feiert“, erklärte er schmunzelnd.  



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