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Kreisverein : Zahlungsmoral bereitet den Kleingärtnern Sorgen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Summe der fehlenden Gelder liegt im fünfstelligen Bereich. Ein Inkassobüro treibt die Forderungen ein.

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erstellt am 09.Mai.2017 | 08:45 Uhr

Neumünster | Dem Kreisverein der Kleingärtner fehlt es an Nachwuchs. Seit mehreren Jahren sind 400 der rund 1600 zur Verfügung stehenden Gärten in den 14 Mitgliedsvereinen unbesetzt. Hier soll nun ein neues Kleingartenentwicklungskonzept, das im vergangenen Jahr in mehreren Arbeitsgruppen entwickelt wurde, Abhilfe schaffen. Für Unmut bei den Kleingärtnern sorgt derzeit die Zahlungsmoral einiger Mitglieder.

„Zu den Ideen des neuen Konzepts gehört unter anderem die Umgestaltung von Leerflächen in öffentliche Streuobstwiesen. Aber auch der Bau einer Kindertagesstätte innerhalb der Hans-Sass-Anlage an der Boostedter Straße könnte eine Initiative sein, um die Flächen nachhaltig aufzuwerten“, erklärte der Vorsitzende Hansheinrich Gräfe auf der Jahreshauptversammlung in der Gartengemeinschaft West. Doch es bleibe jetzt abzuwarten, wie der Bau- und Planungsausschuss über dieses Konzept, das auch die Einfelder Gartenfreunde einschließe, entscheide und welche Pläne die Stadt dann umsetzen werde.

Insbesondere gelte dies auch für die Anlage West sowie die Anlage Frühlingslust, die zum größten Teil Pachtland der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) seien. „Aber meiner Meinung nach ist das Konzept ein vielversprechendes, hoffnungsvolles Zeichen für die nachhaltige Kleingartenentwicklung in der Stadt“, sagte Gräfe. Außerdem berichtete er, dass der Vorschlag eines eigenen Internetauftritts bereits umgesetzt wurde. „Die Adresse unserer Homepage lautet www.kleingarten-neumuenster.de. Hier finden Mitglieder und Interessierte nun alles, was man über uns wissen muss“, teilte der Vorsitzende mit.

Neben dem Nachwuchsproblem macht dem Kreisverein aber auch die Zahlungsmoral mancher Mitglieder Sorgen. „Die Summe der fehlenden Zahlungen bewegt sich im fünfstelligen Bereich mit steigender Tendenz. Deshalb sind wir mittlerweile dazu übergegangen, das Geld durch ein Inkassobüro konsequent einzufordern“, erläuterte der Schatzmeister Christian Schöler.

Für Hansheinrich Gräfe gab es auf der Versammlung allerdings auch noch eine schöne Überraschung. Denn der Landesvorsitzende Heinz-Dieter Schiller überreichte ihm für sein seit 1978 währendes Engagement und seine zehnjährige Tätigkeit als Kreisvorsitzender die goldene Verdienstnadel des Verbandes. Bei den Wahlen wurde anschließend Christian Schöler in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt.

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