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Polizeistatistik : Zahl der Unfälle mit Kindern leicht gestiegen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Viele Eltern sichern ihre Kinder im Wagen nur schlecht. Insgesamt sank die Zahl der Verkehrsunfälle aber

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erstellt am 03.Apr.2014 | 05:00 Uhr

Neumünster | Lob für Neumünsters Autofahrer: Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahr spürbar gesunken – stärker als im Landesdurchschnitt. Insgesamt nahm die Polizei 2013 im Stadtgebiet 1726 Unfälle aller Art auf, 85 oder 4,7 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Im Land nahm die Zahl der Unfälle nur um 3,1 Prozent ab.

Das ergibt sich aus der Verkehrsstatistik, die Polizeichef Bernd Lohse gestern in der Direktion an der Alemannenstraße vorstellte. Besonders erfreulich: Auch die Zahl der Verletzten ging deutlich zurück. 439 Menschen wurden 2013 auf Neumünsters Straßen verletzt, 50 von ihnen schwer. 2012 waren es noch 482 (62 Schwerverletzte). Erstmals seit 2008 gab es keine Verkehrstoten zu beklagen. Polizeichef Bernd Lohse sprach von einem insgesamt positiven Trend. Eine Erklärung für den Rückgang hat die Polizei aber nicht.

Sorgen bereitet der Polizei dagegen die wachsende Zahl verunglückter Kinder: Bei 49 Verkehrsunfällen waren insgesamt 68 Kinder im Alter bis 14 Jahren betroffen. Allein in 25 Fällen waren sie dabei als Mitfahrer im Auto unterwegs – nicht angeschnallt oder nicht ausreichend in Kindersitzen gesichert. Polizeichef Bernd Lohse nutzte das, um an die Eltern zu appellieren, der Sicherheit ihrer Kinder im Wagen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Zum Vergleich: In Flensburg gab es im selben Zeitraum nur 36 Verkehrsunfälle mit Kindern.

Exakt 121-mal zählte die Polizei Unfälle mit Radlern. In 48 Fällen trugen die Radler bei den Zusammenstößen zumindest eine Mitschuld: Zumeist fuhren sie auf der falschen Straßenseite, auf dem Radweg oder missachteten die Vorfahrt. Als besonders unfallträchtig hat sich dabei die Einmündung Schützenstraße/ Schleusberg herausgestellt. Bei fünf registrierten Unfällen waren dreimal Radfahrer beteiligt. Gefährlich wird es hier vor allem, wenn Radfahrer auf dem Schleusberg stadtauswärts auf der falschen (linken) Straßenseite fahren. Verdeckt von der weit in die Kreuzung hineinreichende Hausecke werden sie von Autofahrern aus der Schützenstraße leicht übersehen.

Entgegen landläufigen Vorurteilen gehören Motorradfahrer zumindest in Neumünster nicht zu den Verkehrsrowdys. 29 Mal waren sie 2013 in Verkehrsunfälle auf Neumünsters Straßen verwickelt. Ihre Beteiligung am Unfallgeschehen sei damit „eher unauffällig“, betonte Lohse.

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