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Kirchen : Zahl der Katholiken in der Stadt steigt

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gemeindepfarrer sieht Arbeit mit Kindern und Familien als Grund für die positive Entwicklung / Evangelische Kirche verliert 651 Gläubige

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 07:00 Uhr

Die Mitgliederzahlen in den beiden großen Kirchen haben sich in der Stadt im vergangenen Jahr unterschiedlich entwickelt. Während sich die Katholiken im Pfarrbezirk Neumünster, dem auch Nortorf, Bordesholm und Flintbek angehören, über einen leichten Zuwachs an Gläubigen freuen, verzeichnete die evangelisch-lutherische Kirche sowohl in der Stadt als auch im Kirchenkreis Altholstein einen Rückgang.

Konkret gab es am 31. Dezember vergangenen Jahres 8168 Katholiken im Pfarrbezirk (davon gut 5200 der Hauptkirche St. Maria - St. Vicelin an der Bahnhofstraße zugeordnet). Das waren im Pfarrbezirk 42 Mitglieder oder gut 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nur für das Stadtgebiet werden keine Daten erhoben. Die zwölf evangelischen Gemeinden in Neumünster (Andreas, Anschar, Bugenhagen, Dietrich Bonhoeffer, Einfeld, Gadeland, Johannes, Krankenhausseelsorge am Friedrich-Ebert-Krankenhaus, Luther, Versöhnung, Vicelin und Wichern) verloren hingegen 2013 im Vergleich zum Vorjahr 651 Mitglieder (1,56 Prozent). Derzeit gehören von den aktuell 78 000 Neumünsteranern genau 41 056 der evangelisch-lutherischen Glaubensrichtung an.

Im Kirchenkreis Altholstein, der von Kronshagen bis Kaltenkirchen reicht, lebten im vergangenen Jahr 221 000 Mitglieder; das sind 2835 weniger als im Jahr zuvor. 2500 Mitglieder traten dort aus, im Stadtgebiet waren es mit 358 Personen sechs mehr als 2012. Insgesamt gab es 75 Wiedereintritte.

Propst Stefan Block bedauert die Mitgliederverluste bei den Protestanten. „Die Austritte machen Jahr für Jahr die Hälfte der Mitgliederverluste in Neumünster aus. Die übrige Hälfte erklärt sich aus dem Bevölkerungsrückgang und Abwanderung“, sagt er. Den demografischen Wandel könne man nicht aufhalten, aber die Gemeinden würden an ihren Profilen arbeiten, um sich besser nach den Bedürfnissen der Menschen vor Ort zu richten. Block: „Bei all dem, was wir tun, steht die Botschaft des Evangeliums an erster Stelle. Uns geht es nicht um Mitgliederstatistiken, sondern um jeden einzelnen Menschen.“

Der katholische Pfarrer Peter Wohs freut sich über die Entwicklung seiner Pfarrei. „Ich war selbst überrascht, als ich die Auswertungen auf den Schreibtisch bekam“, sagt er. Schließlich mussten im vergangenen Jahr mit der St. Bartholomäus-Kirche am Wernershagener Weg und Heilig Kreuz in Tungendorf zwei Filialkirchen geschlossen werden. Dem Zuspruch habe dies aber keinen Abbruch getan. Schon seit Jahren bleibt laut Wohs die Zahl der Gläubigen konstant. Derzeit habe er das Gefühl, dass auch wieder mehr Menschen die Gottesdienste besuchten. Wohs führt das vor allem auf die Arbeit für Familien und Kinder zurück. „Das ist ein Schwerpunkt, der gut ankommt“, sagt er.

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