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Himmelsspektakel : Wunschoffensive der Sternschnuppen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nachtschwärmern bietet sich dieser Tage wieder ein außergewöhnliches Himmelsschauspiel

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2015 | 07:15 Uhr

Neumünster | Der August ist seit jeher als der Monat der Sternschnuppen bekannt, und in den nächsten Tagen wird es davon besonders viele am Himmel über Neumünster zu sehen geben. Das hat die Sternwarte am Hahnknüll berechnet.

Der Meteorstrom der Perseiden regnet in der Zeit vom 10. bis zum 14. August besonders stark auf die Erde nieder. Die meisten Sternschnuppen werden in nordöstlicher Richtung sichtbar sein und scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, der den Perseiden ihren Namen verliehen hat.

Rein wissenschaftlich betrachtet durchläuft die Erde in dieser Zeit einen alten Kometenschweif und trifft dort auf unzählige Staubpartikel, die der Komet abgesondert hat. Im Falle der Perseiden, die im Volksmund auch „Tränen des Laurentius“ genannt werden, sind diese Staubteilchen bis zu 60 Kilometer pro Sekunde schnell und legen damit in einer Stunde mehr als 200 000 Kilometer zurück. Wenn sie dann in etwa 100 Kilometern Höhe auf die Erdatmosphäre treffen, verglühen sie innerhalb von Sekundenbruchteilen, woraufhin eine helle Leuchtspur am Himmel sichtbar wird.

Insgesamt sind die Perseiden sogar von Mitte Juli bis Ende August zu sehen. Das Maximum erwartet der Astrophysiker Dr. Erik Wischnewski für die Nacht vom 12. auf den 13. August. Zwischen 23 und 4 Uhr können dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar sein. Allerdings sind die Beobachtungsbedingungen in den Städten nicht ideal. Auch in klaren Sommernächten stört die Beleuchtung der Straßen und Gebäude enorm. Bessere Bedingungen für die große Wunschoffensive gibt es auf dem Lande bei erheblich dunklerem Himmel.

Der Aberglaube verspricht, dass man bei Sichtung einer Sternschnuppe einen Wunsch frei hat. Das gilt allerdings nur, wenn kein anderer sie gesehen hat – und auch nur, wenn man niemandem seinen Wunsch verrät.

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