Neumünster : Wohnquartier statt Autohaus

Björn Weichler ist Bauingenieur und zeigt die Pläne für das 7400 Quadratmeter große Grundstück.
Björn Weichler ist Bauingenieur und zeigt die Pläne für das 7400 Quadratmeter große Grundstück.

Neumünsteraner Firma plant auf dem Areal des früheren Autohauses Nordmark vier Mehrfamilienhäuser mit 32 Wohnungen.

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30. Mai 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | Die Abrissbagger rückten schon im Januar an. Jetzt lüftet der Investor das Geheimnis und erklärt, was er mit dem Areal des früheren Autohauses Nordmark vorhat. Die Einfelder Bauträgergesellschaft Michel Meisterhaus hat das rund 7400 Quadratmeter große Grundstück an der Kieler Straße 437 gekauft und plant hier eine Wohnbebauung mit Eigentumswohnungen.

In einem ersten Bauabschnitt entsteht im hinteren Bereich ein eingeschossiges Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoss. Die acht Einheiten haben Wohnungsgrößen von 65 bis 112 Quadratmeter. In den weiteren Bauabschnitten sind drei weitere Geschossbauten als Riegel zur Kieler Straße hin vorgesehen. Sie sind mit zwei Voll- und einem Dachgeschoss etwas höher.

Das Ganze passt sich an die bestehende Wohnbebauung in dem Mischgebiet an. Die Bauweise ist konventionell mit Satteldach, rotem Verblendmauerwerk und nach Westen gerichteten Balkonen. „Das Konzept ist mit der Stadt abgestimmt, das Baugenehmigungsverfahren läuft“, sagte Ulf Kipcke, der seit acht Jahren mit Björn Weichler das Unternehmen als geschäftsführender Gesellschafter leitet. Historisch geht auf die Michel Bau mehr als 90 Jahre Erfahrung im Wohnungsbau zurück.

Die Stadt sehe die Pläne für eine Wohnbebauung an dieser Stelle wohlwollend, sagt Weichler und bezeichnet sich als „Verfechter einer Quartiersentwicklung“. Das Projekt werde innerhalb des gewachsenen Siedlungsgebietes verwirklicht. „Das war eine Industriebrache, und es gibt Bedarf für Geschosswohnungsbau in Neumünster“, so Kipcke. Seit 2014 stand das ehemalige Autohaus leer.

Die Erschließungsstraße von der Kieler Straße gehört zum Grundstück und soll nach kommunalen Ausbaustandards verkehrsberuhigt ausgebaut werden und erhält einen Wendehammer, damit Müllfahrzeuge wenden können. Neben der Straße werden auch die Kanäle und Hausanschlüsse saniert, und es gibt eine (bislang nicht vorhandene) Straßenbeleuchtung. Drei Winterlinden sollen gepflanzt werden.

Kipcke: „Das freut auch die Altanlieger, die dort Wegerechte haben und deren Grundstücke aufgewertet werden.“ Zum kleinen neuen Wohnquartier gehören auch Gemeinschaftsstellplätze mit Carports. Für jeden der 32 Wohneinheiten ist ein Platz vorgesehen, dazu kommen fünf Besucherparkplätze. Der Baubeginn ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Kipcke: „Die Nachfrage am Markt ist da.“

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