zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 14:31 Uhr

Wittorf : Wohnpark für Senioren am Fohlenweg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Investoren-Duo plant auf der ehemaligen Hofstelle drei Doppelbungalows und drei Mehrfamilienhäuser. Radstation am Südbahnhof kommt 2017

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 08:30 Uhr

Die rund 40 Besucher der Wittorfer Stadtteilbeiratssitzung im Haus an der Stör interessierte am Mittwoch vor allem ein Thema: Der Bebauungsplan 197 „Hofstelle Fohlenweg“. Die Investoren Torsten Behrend und Christoph Krüger planen hier drei Doppelbungalows und drei Stadtvillen mit jeweils vier Wohneinheiten.

„Wir haben schon seit zehn Jahren die Idee, in Wittorf seniorengerechtes Wohnen zu ermöglichen“, sagte Torsten Behrend. Die Stadt stellt dafür extra einen B-Plan auf, die Beiratssitzung war nach dem Aufstellungsbeschluss im März die erste Beteiligung der Bürger. Der Vorentwurf sieht eine Erschließungsstraße vom Fohlenweg aus und einen Fußweg zum Wührenbeksweg vor. Neben den Stellplätzen auf den Grundstücken sind auch vier öffentliche Parkplätze geplant, erläuterte Evelyn Krüger, die mit Bernd Heilmann die Stadtplanung vertrat. Die Stadt schlägt eine Planung vor, die von der übrigen Bebauung im Wohngebiet abweicht. „Wir wollen unterschiedliche Wohnformen schaffen, insbesondere auch für ältere Wittorfer“, so Heilmann. Die Wohnungen sind barrierefrei, teils sogar behindertengerecht.

Die Mehrfamilienhäuser haben zwei Vollgeschosse und überragen mit einer maximal zulässigen Höhe von neun Metern die anderen Gebäude im Einfamilienhaus-Gebiet. Ein Ausbau der flach geneigten Dächer, etwa als Staffelgeschoss, wird aber ausdrücklich nicht zugelassen. „Die Bungalows werden 6,15 Meter hoch“, sagte Behrend und konnte so Bedenken ausräumen. An dieser Stelle werde die maximale Bauhöhe von acht Metern nicht ausgeschöpft.

Die Wohnungen sollen vermietet werden, auch ein Hausmeisterservice und Gartendienst sind geplant. Das Projekt nennt sich „Wittofer Wohnpark. Seniorengerechtes Wohnen am Fohlenweg.“ Nicht nur bei den zusätzlichen Parkflächen gehen die Investoren über das gesetzliche vorgeschriebene Maß hinaus. Auch für die gefällten und nicht geschützten Bäume soll eine Ausgleichspflanzung geschaffen werden. Die Bauweise und Ausstattung sollen hochwertig sein. Das warf auch Zweifel auf. „Das wird sich ein Otto-Normal-Mieter nicht leisten können“, sagte eine Anliegerin. „Wir sprechen eher gutbürgerliche Mieter an, das wird kein Sozialwohnungsbau“, bestätigte Investor Torsten Behrend und erwartet großen Zuspruch. „Wohnpark Wittorf– ich denke, dafür ist Platz und Raum in Wittorf“, sagte die Stadtteilvorsteherin Sabine Krebs.

Zweites großes Thema war die Radstation am Südbahnhof, für die tags zuvor im Rat die Weichen gestellt worden waren. „Die neue Anlage liegt auf einem städtischen Grundstück jenseits der Gleise, ist überdacht und hat 48 Einstellplätze“, erläuterte Stadtplaner Heilmann die Pläne. Dazu kämen noch einmal 24 Radstellplätze in einer abschließbaren Miet-Box. „Ein gleiches System ist auch am Hauptbahnhof geplant“, sagte Heilmann. Der Baubeginn werde aber erst 2017 sein. Die Kosten bezifferte Heilmann auf 140  000 Euro. Die Stadt hofft aber auf Fördermittel, die den Eigenanteil auf knapp 20  000 Euro drücken. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen