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Alte Feuerwache : Wohnen in der Wache: Die Nachfrage ist groß

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die meisten Wohnungen sind schon vermietet. Die Probleme mit dem Denkmalschutz sind beigelegt. Die Wobau bezieht am 15. Juli die neue Geschäftsstelle.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2016 | 08:30 Uhr

Neumünster | Acht Monate nach den Querelen um den Denkmalschutz brummt es nun auf dem Gelände der alten Feuerwache an der Wittorfer Straße. Das „Feuerwehr-Karree“ der Wobau, die das Areal im Herbst 2014 für 800  000 Euro von der Stadt gekauft hatte, nimmt Form an. 6,5 Millionen Euro sollen bis 2019 in das von einem „Doorman“ bewachte, abgeschlossene Quartier für einen Mix aus Miet- und hochwertigen Eigentumswohnungen investiert werden (der Courier berichtete).

Die 16 Wohnungen in den Gebäuden Gartenstraße 25 und 27 sowie an der Wittorfer Straße sind bis auf eine bereits saniert und komplett vermietet. Der Umbau des ehemaligen Verwaltungstraktes und der alten Fahrzeughalle an der Schützenstraße läuft auf Hochtouren. Am 15. Juli will die Wobau hier ihre Geschäftsstelle eröffnen. Ab Mitte Juni soll auf dem alten Schlauchturm via Lichttechnik ein Kalender projiziert werden, der rückwärts die Tage bis zur Eröffnung anzeigt.

Wobau–Geschäftsführer Uwe Honsberg bedauerte gestern die Verzögerungen und verteidigte zugleich die Vorgehensweise. Ende September vergangenen Jahres hatte sein Unternehmen in einer Zeitungsanzeige das Gelände wieder zum Verkauf angeboten (der Courier berichtete). „Aus dem Rathaus gab es damals keine Entscheidungen, was wir laut Denkmalschutz machen dürfen und was nicht. Der Verkauf war daher die einzige Option.“ Erst nachdem sich Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras einschaltete, wurden Lösungen gefunden. „Jetzt klappt die Zusammenarbeit“, so Honsberg.

Ohnehin würden die Handwerker nur sehr wenig an dem über 100 Jahre alten Gemäuer ändern. „Die alte Bausubstanz ist sehr gut. Damals wurde mit qualitativ hochwertigen Materialien gearbeitet. Alles, was wir ändern, ist reversibel. Das heißt, man kann es schnell und einfach wieder rückgängig machen.“ Neues, wie das geplante senkrechte Windrad zur Stromerzeugung auf dem Dach des Schlauchturms, würden eng mit dem Kieler Denkmalschutzamt abgestimmt.

Unklar ist noch, was mit der ehemaligen Maschinenhalle und dem Schlauchturm passiert. In der zu sogenannten Scheibenhäusern umgebauten Maschinenhalle wünscht sich Honsberg Gewerbe, entweder in den einzelnen Segmenten oder auch im kompletten Haus. Für den Schlauchturm interessieren sich zwei Klettervereine und eine Galeristin, die dort ihre Bilder präsentieren möchte. Für Honsberg ist auch eine Zusammenarbeit mit der Gerisch-Stiftung für bestimmte Projekte vorstellbar.

Im Herbst soll der Bau von drei dreigeschossigen Neubauten mit je acht Wohnungen zur Vermietung an der Wittorfer Straße starten, im kommenden Jahr dann die innere Bebauung mit bis zu 20 versetzten Stadthäusern.

Am Standort der jetzigen Wobau-Geschäftsstelle an der Beethovenstraße ist eine „weiße Villa“ mit acht hochwertig ausgestatteten Wohnungen geplant.

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