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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 05:05 Uhr

Krogaspe : Wo bleibt die Feuerwehr?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

50 Krogasper diskutierten über ein neues Feuerwehrhaus.

Krogaspe | Neue Räumlichkeiten für den Kindergarten und die Feuerwehr sowie der Erlass einer Straßenausbaubeitragssatzung beschäftigten rund 50 Krogasper bei der Einwohnerversammlung, zu der die Gemeinde am Montagabend ins Sporthus eingeladen hatte.

Die Betriebserlaubnis für die jetzt fünf Plätze zählende U  3-Gruppe des Krogasper Kindergartens läuft im Jahr 2018 aus. Unter den Teilnehmern war es unstrittig, dass der Kindergarten an seinem Standort bleiben und dort erweitert werden soll. Auseinander gingen die Meinungen, als es um Vorschläge für das benötigte neue Feuerwehrhaus ging. Dabei wurde unter anderem die Ansicht geäußert, dass das Dorf keine eigene Feuerwehr mehr brauche, da tagsüber sowieso niemand mehr vor Ort sei. „Man sollte überlegen, ob man die Feuerwehr hier nicht dichtmacht und mit der Timmasper oder Looper Wehr zusammengeht“, hieß es von einigen Teilnehmern. Dies sei mit ihm nicht zu machen, lautet dazu der klare Standpunkt von Bürgermeister Nils Höfer (ADW). „Denn die Feuerwehr ist für das Dorf weit mehr als nur Brandschutz. Es ist eine Institution, auf die wir in der Gemeinde nicht verzichten können“, erklärte er.

Zuvor waren von Höfer drei Varianten, die von einem Anbau an das Sporthus (ohne Kostenschätzung) über den Erwerb und den Umbau eines leerstehenden Hauses (Jipp-Gebäude am Ortsausgang für rund 150 000 Euro) bis hin zu einem Neubau auf den alten Sportplatz für 400 000 Euro reichten, vorgestellt worden. Der Anbau an das Sporthaus berge jedoch nach Ansicht der für die Betriebserlaubnis zuständigen Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord durch die gemeinsame Nutzung des Geländes mit dem Sportverein erhebliche Gefahren, berichtete Höfer.

Der Erwerb des Jipp-Geländes habe den Vorteil, dass man an dieser Stelle dann noch einige Bauplätze erschließen könne. „Doch die Kosten für die Sanierung des Hauses können ganz schnell explodieren. Der Neubau ist ein finanzielles Risiko. Doch ich werbe dafür, weil ich die Gemeinde nicht aufgeben, sondern weiterentwicklen möchte“, erklärte er. Eine Mehrheit für eine der Alternativen kristallisierte sich auf der Versammlung nicht heraus.

Nicht bejubelt, letztlich jedoch zähneknirschend akzeptiert, wurden von den Bürgern die Erläuterungen zum Erlass einer Straßenausbaubeitragssatzung, die in diesem Jahr beschlossen werden soll. Sie ist nach dem Kommunalabgabengesetz für die Gemeinde Pflicht. „Erhoben werden die Beiträge für Fahrbahnerneuerungen sowie bei Sanierungs- und Umbauarbeitern nach Ablauf der gesetzlichen Nutzungsdauer“, erklärte Nils Dröge aus dem Bauamt Nortorfer Land. Bei einer normalen Straße liege diese zum Beispiel zwischen 20 und 25 Jahren. „Fällig werden die Beiträge für alle Straßen mit Ausnahme von Durchgangs- und Privatstraßen. Rein rechtlich könnten die Sätze dabei zwischen 10 und 85 Prozent liegen. „Die Höhe der Beteiligung hängt dabei vom Nutzen für die Anlieger ab. Deshalb wird beispielsweise für Straßen in reinen Wohngebieten ein höherer Satz verschlagt“, erläuterte er weiter.

Die Ausgangskosten für den Quadratmeter ergeben sich aus dem Anliegerbeitragssatz an den Gesamtkosten. Diese Summe wird durch die Gesamtgröße der anliegenden Grundstücke geteilt. Mit diesem Wert wird dann mittels Faktoren zum Beispiel für Ackerland (0,05), Wohngrundstück (1,0) oder Hofstelle (5,0) der zu leistende Beitrag für das einzelne Grundstück berechnet.

In dem Satzungsentwurf, den Nils Höfer vorstellte, sind für die Wiederherstellung sowie Aus- und Umbauarbeiten an Anliegerstraßen 58 Prozent, an Zugangsstraßen 35 Prozent und an Hauptstraßen 15 Prozent vorgesehen. Für die Erstellung von Rad- und Fußwegen sollen 58 Prozent, 40 Prozent und 35 Prozent berechnet werden. Und bei Arbeiten an kombinierten Rad- und Gehwegen sollen 58 Prozent, 35 Prozent und 25 Prozent fällig werden. Eckgrundstücke werden dabei generell mit 50 Prozent der Kosten belegt. „Die Werte liegen im unteren Drittel. Wir sind nicht am untersten Rand geblieben, damit die Sätze über Jahre stabil bleiben können und es nicht bei zeitlich weit auseinanderliegenden Maßnahmen zu Ungleichbehandlungen der Anlieger kommt“, erklärte Höfer.  



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