Rückblick der Wittorfer Wehr : Wittorfs Wehrführer hört auf

Noch-Wehrführer Andreas Maschewski (rechts) ehrte und beförderte mehrere Mitglieder der Wittorfer Wehr.
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Noch-Wehrführer Andreas Maschewski (rechts) ehrte und beförderte mehrere Mitglieder der Wittorfer Wehr.

Andreas Maschewski kündigt seinen Rücktritt an. Die Einsatzzahlen gingen zurück. Die Jugendwehr hat immer weniger Nachwuchs.

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08. Januar 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | Die Freiwillige Feuerwehr Wittorf muss sich einen neuen Wehrführer suchen. „Ich hatte im vergangenen Jahr beruflich viel zu tun und dadurch wenig Zeit für die Vorstandsarbeit. Dank der Unterstützung der Jugendfeuerwehr lief trotzdem alles“, sagte Andreas Maschewski bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der Lebenshilfe an der Rügenstraße. Bei den Neuwahlen will er sich nicht wieder aufstellen lassen.

Kritik äußerte Maschewski erneut an dem schlechten Zustand des Gerätehauses in Wittorf. Es steht auf einer Moorlinse und droht abzusacken. Einige Wände zeigen bereits Risse (der Courier berichtete). Außerdem sei es mittlerweile zu klein, denn schließlich würden die Feuerwehrautos immer größer, sagte der Wehrführer. „Ebenso fängt unser Mannschaftstransportwagen an, immer mehr Mängel aufzuweisen und fällt öfter aus.“ Doch Maschewski zeigte sich zuversichtlich: „Ein neues Fahrzeug wird wohl kommen.“

Insgesamt blickten die Wittorfer Blauröcke auf ein ruhiges Jahr zurück. „2017 sind wir von Großeinsätzen verschont geblieben“, so Andreas Maschewski. 19 Einsätze gab es. Darunter war im Januar ein Brand im Saunaclub am Krokamp, und im September mussten die Männer beim Toom-Baumarkt an der Rügenstraße ein Feuer löschen. Ebenso brannte es bei Nord-Alu an der Oderstraße. Es gab fünf Fehlalarme. „Wir hatten zwar weniger Brände, doch dafür hatten wir mehr Einsätze der technischen Hilfe“, betonte Maschewski. Mehrfach mussten die Kameraden wegen Wetterschäden ausrücken. Im Oktober fand eine groß angelegte Übung statt.

Um den Nachwuchs bangt die Jugendwehr. „Wir haben zwar zwei neue Mitglieder dazugewonnen, doch leider sind auch sechs ausgetreten“, so Jugendwart Thorben Siegfried. Einiges gab es für den Nachwuchs 2017 zu tun. Mitte Juni übten die Mitglieder zum Beispiel bei einem 24-Stunden-Training.

Geehrt wurden:

Neumitglied Sharifi Mashallah und Marcel Kahnert (10 Jahre). Letzterer wurde auch zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Wolfgang Gruber bekam eine Ehrenurkunde für 20 Jahre Feuerwehrdienst.

Thore Detmann und Sven Paulitz wurden zum Hauptfeuerwehrmann drei Sterne befördert.

Christian Beuck bekam für seinen Dienst als Atemschutzbeauftragter einen Pokal.

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