Stadtteilfest mit Benefizturnier : Wittorfer spielten für Branko

Die Jugendmannschaften warten ungeduldig auf den Startschuss. Branko (r.) hat sich zu ihnen gesellt.
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Die Jugendmannschaften warten ungeduldig auf den Startschuss. Branko (r.) hat sich zu ihnen gesellt.

Das Stadtteilfest stand ganz im Zeichen der Benefizaktionen für den behinderten Zehnjährigen.

shz.de von
13. Juli 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | „Heute wird das soziale Engagement der Wittorfer besonders sichtbar“, freute sich Sabine Krebs. Sie sei stolz, dass es in ihrem Stadtteil neben der Schule, dem Kindergarten und der Kirche so viele Vereine, Verbände und Unternehmer gebe, die sich sofort bereit erklärt hatten, an der Benefizveranstaltung für Branko Tepic teilzunehmen, so die Stadtteilvorsteherin.

Am Sonnabend fand das von der Sportkooperation in Neumünster (SIN) – bestehend aus Blau-Weiß Wittorf, TSV Gadeland, Gut Heil und „Body & Soul“ – organisierte Benefizturnier zu Gunsten eines jungen Menschen mit Behinderung erstmals im Rahmen des Wittorfer Stadtteilfestes statt.

Alle waren dabei und halfen mit. Sabine Krebs übernahm die Schirmherrschaft, Ingo Sellmer, 1. Vorsitzender von Blau-Weiß, und 20 freiwillige Helfer organisierten das Turnier. Klaus Hildebrandt übernahm die Turnierleitung der zehn Firmen- und sechs Jugendmannschaften bei den Fußballern. Valeska Eichhorn sorgte für den reibungslosen Ablauf beim Beachvolleyball.

Während die Sportler bei herrlichen Wetter um Punkte kämpften, lockten die traditionell am Wittorfer Stadtteilfest teilnehmenden Akteure mit Spielen für die kleinen und kulinarischen Köstlichkeiten für die großen Besucher. Rund um den Sportplatz hatten sie ihre Spielstationen und Stände aufgebaut.

„Wir backen alle leidenschaftlich gerne“, sagte Monika Schoer von den Wittorfer „Uhus“. Insgesamt 50 Kuchen und Torten hatten die Senioren zubereitet. Pro Stück verlangten sie einen Euro. „Sehr günstig“, wie die Damen einhellig feststellten, aber man habe noch ein großes Sparschwein aufgestellt, und dessen Bauch sei inzwischen schon gut gefüllt, freuten sich die ehrenamtlichen Helferinnen. Sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf plus Sparschwein-Inhalt kommen nämlich Branko und seiner Familie zu Gute.

Gleiches galt für die Tombola-Lose, die die Organisatoren des Benefizturniers verkauften, und für das Startgeld der insgesamt 24 teilnehmenden Turniermannschaften. 4300 Euro lautete die stolze Zwischensumme am Ende des Tages. „Das rollstuhlgerechte Auto, zu dessen Kauf Familie Tepic noch 4000 Euro fehlten, kann jetzt den Besitzer wechseln“, freute sich Ingo Sellmer

Auch Branko strahlte. Als Überraschung wurde ihm am Ende des Turniers ein iPad vom Sponsor OT Kiel überreicht und der Jugendverband spendierte die neue Playstation 4. Spontan verlangte der Zehnjährige nach dem Mikrofon, um sich bei allen Beteiligten unter großem Applaus zu bedanken.

Auch der Flohmarkt des Stadtfestes war gut besucht. Tisch an Tisch reihte sich entlang der Mühlenstraße und lud die Flohmarktbesucher zum Bummeln ein. Besonders häufig wurden Kleidung und Spielsachen angeboten. Von einem besonderen Stück wollte sich Alexander Schnack (13) trennen. Er hatte am Stand seiner Eltern einen Teil seines Schlagzeugs postiert und hoffte auf einen Käufer. „Ich habe nur ein Jahr lang Schlagzeug gespielt und noch ganz viel Equipment zu Hause. Aber zum Spielen habe ich keine Lust mehr“, erzählte der Wittorfer. Seine Eltern waren schon um fünf Uhr morgens mit dem Aufbau beschäftigt und genossen den Flohmarkt. „Es ist immer wieder toll hier, weil keine Profi-Verkäufer da sind.“

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