Freiwillige Feuerwehr : Wittorfer hoffen auf Hilfe fürs marode Wehrhaus

Sie wurden in die aktive Wehr übernommen: Jennifer Wohlert, Marcel Kahnert (Mitte) und Jan Buttkuss.
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Sie wurden in die aktive Wehr übernommen: Jennifer Wohlert, Marcel Kahnert (Mitte) und Jan Buttkuss.

Feuerwehrunfallkasse hat das Haus im Fokus. Reizthema war auch die Offenlegung der Kamaradschaftskasse.

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12. Januar 2015, 07:30 Uhr

Neumünster | Sobald ein neues Jahr beginnt, ziehen die Freiwilligen Feuerwehren im Stadt-Feuerwehrverband Bilanz. Traditionell startete am Freitagabend die Feuerwehr Wittorf. Wehrführer Andreas Maschewski berichtete von einem feuerwehrtechnisch ruhigen Jahr. 25 Mal wurden die Wittorfer zu Einsätzen alarmiert; darunter sechs Fehlalarmierungen. „Glücklicherweise waren keine dramatischen Einsätze darunter“, sagte er.

Wie in jedem Jahresbericht der vergangenen zehn Jahre sprach Maschewski wieder die Probleme am desolaten Feuerwehrhaus an. Doch versprühte er einen Hauch von Optimismus: „Die Feuerwehrunfallkasse hat unser Feuerwehrhaus im Fokus. Die zuständigen Politiker sind bemüht, uns zu helfen. Und die Bauverwaltung ist bemüht, zumindest notwendigste Maßnahmen umzusetzen“, führte der Wehrführer aus. Stadtteilvorsteherin Sabine Krebs sagte in ihrem Grußwort zu, sie werde für ihre Feuerwehr kämpfen. Zunächst müsse aber ein vernünftiges Konzept vorliegen. „Das Thema muss mit gewissem Fingerspitzengefühl, einem kühlen Kopf, Weitsicht, mit Respekt gegenüber der Feuerwehr und dem nötigen Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem städtischen Haushalt angegangen werden“, betonte sie.

Reizthema bei allen Wehren im Land sind die Kameradschaftskassen, die offengelegt werden sollen. Wegen „der unsicheren Lage“ hat die Wittorfer Wehr auf ihrer Mitgliederversammlung am 16. Dezember die Aussetzung des Mitgliedsbeitrags bis 2016 beschlossen. Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens verurteilte während der Jahresversammlung aufs Schärfste den Angriff auf einen Einfelder Feuerwehrkameraden am vergangenen Dienstag (der Courier berichtete). Als sich der uniformierte Ehrenamtler nach einem Dienstabend vom Feuerwehrhaus aus auf dem Heimweg gemacht hatte, wurde er von drei Halbwüchsigen krankenhausreif geschlagen. „Das war eine unfassbare Tat. Es gibt keinen Respekt mehr“, bedauerte Jürgens.

Bei den Ehrungen wurde Marita Giencke mit dem Traditionsabzeichen ausgezeichnet. Hartwig Giencke durfte sich über eine Ehrung für 30-jährige Mitgliedschaft freuen. Befördert wurden die Kameraden Thore Dettmann und Sven Paulitz (beide Hauptfeuerwehrmann) sowie Matthias Brühling (Hauptfeuerwehrmann drei Sterne). Darüber hinaus wurden Jennifer Wohlert, Marcel Kahnert und Jan Buttkuss als Feuerwehrleute verpflichtet und in die aktive Wehr übernommen.

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