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Kita-Streit : Wittorfer Eltern schießen scharf gegen die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eltern sehen Aufsichtspflicht verletzt und werfen der Verwaltungsspitze Ignoranz und Arroganz vor

von
erstellt am 23.Mär.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Auch drei Wochen nach der Zwangsversetzung von drei leitenden Mitarbeiterinnen der städtischen Kita Wittorf (der Courier berichtete) ist in der Einrichtung an der Reuthenkoppel noch keine Ruhe eingekehrt. Im Gegenteil: Einige Eltern fordern nun sogar die Abberufung von Jörg Asmussen, dem zuständigen Fachdienstleiter Frühkindliche Bildung in der Verwaltung. Er habe nicht nur „unsensibel, kaltherzig und arrogant“ gehandelt, sondern auch zumindest stundenweise die Betreuung der Kinder vernachlässigt. Die Eltern prüfen deshalb sogar eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Asmussen.

Konkret gehe es um den Freitag, an dem die Leiterin, ihre Stellvertreterin sowie eine Gruppenleiterin kurzfristig versetzt wurden. Über die Hintergründe der Versetzung ist weiterhin nichts bekannt. „Als ich an diesem Tag meine Kinder in die Kita brachte, gab es eine ganze Zeit lang keine Aufsicht, weil die Gruppenleiterin nicht mehr da war und die zweite Kraft schon länger krank ist“, berichtet Thorben Schütt, Vater von Jannes und Jette. Es habe Chaos geherrscht, andere Erzieherinnen hätten geweint.

Noch heute seien viele Kinder verstört, hätten Ängste und würden immer wieder weinen, berichtet Stefanie Mäkelburger, Mutter von Maicy und Emily. Sie wirft gemeinsam mit einigen anderen Eltern auch Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth Ignoranz und Arroganz vor. Auf Schreiben und Anfragen hätten die beiden mit Standardfloskeln und „lieblos“ geantwortet. Die Eltern fordern, dass die versetzte Gruppenleiterin sofort wieder in die Kita Wittorf zurückkehrt. Sie sei nur „ein Bauernopfer“ im Streit zwischen Kita-Leiterin und Stellvertreterin gewesen. Denn: „Die jetzt von der Kita Volkshaus eingesetzten Erzieherinnen machen nur ihren Dienst nach Vorschrift. Es fehlt den Kindern an Herzlichkeit“, sagt Stefanie Mäkelburger.

Jörg Asmussen ist derzeit ebenso wie OB Tauras erkrankt. Thorben Pries, Büroleiter von Tauras, erklärte gestern: „Die Fragen der Eltern wurden unter Berücksichtigung des besonderen Schutzes von Personen-Daten stets beantwortet, und Hinweise wurden kritisch reflektiert.“

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