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Bauauschuss : Wittorf: Neue Brücke statt Sanierung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bauausschuss macht den Weg für Planungen auf der Altonaer Straße frei. Die Stadt kalkuliert mit 1,4 Millionen Euro Kosten

Neumünster | Wittorfer Anlieger und Geschäftsleute dürfen aufatmen: Der Neubau der maroden Störbrücke auf der Altonaer Straße rückt näher. Mit sieben gegen eine Stimme, bei zwei Enthaltungen, gab der Bauausschuss am Donnerstagabend den Weg zur Überplanung des betagten Bauwerks frei. Die neue Brücke wird nicht sofort gebaut, aber sowie sich an dem angegriffenen Bauwerk größerer Sanierungsbedarf abzeichnet, sollen die Vorbereitungen für den Neubau anlaufen. Eine größere Reparatur soll es – von Notmaßnahmen zur Verkehrssicherung abgesehen – nicht mehr geben.

Wittorfs Stadtteilvorsteherin Sabine Krebs (CDU) reagierte nach der Entscheidung erleichtert: Noch am Mittwochabend hatte sich auch der Stadtteilbeirat Wittorf mit knapper Mehrheit für die Neubau-Lösung ausgesprochen – nach hitziger Debatte und gegen den erbitterten Widerstand aus der SPD. Deren Vertreter verlangten vor einem teuren Neubau zunächst ein Gesamtkonzept für die Altonaer Straße, um den Neubau dann den tatsächlichen Erfordernissen zur Verkehrssteuerung besser anpassen zu können. Auch im Ausschuss konnte sich diese Argumentation letztlich aber nicht durchsetzen.

Natürlich brauche man ein Gesamtkonzept für die Altonaer Straße, das dürfe die Planungen für die dringend zu ersetzende Brücke aber nicht länger aufhalten, sagte Sabine Krebs und warnte noch vor der Abstimmung vor den Folgen einer Fehlentscheidung. Bei einer bloßen Sanierung der Brücke wären zumindest zeitweise Vollsperrungen unumgänglich: „Das wäre der Gau für Wittorfs Bürger und Geschäfte!“, so Sabine Krebs. Nimmt die Stadt dagegen gleich den Neubau in Angriff, könnte der Verkehr auch während der Bauzeit weiterfließen.

Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker verwies darüber hinaus auf das enge Zeitfenster und drängte ebenfalls mit Nachdruck auf den Vorratsbeschluss für den Brückenbau: Wegen der zahlreichen Baustellen in der Stadt habe man die anstehende Reparatur der Störbrücke ganz bewusst nach 2016 verschoben, sagte Schnittker: „Wir wollten nicht auch noch den Süden zumachen.“ Eine erneute Verschiebung könnte im schlimmsten Fall aber bedeuten, „dass wir die Brücke 2017 anfassen müssen – dann wenn die Altonaer Straße als Umleitung für den Autobahnausbau benötigt wird.“

Der Beschluss im Bauausschuss ermächtigt die Stadtverwaltung jetzt, die Planungen für die Brücke einzuleiten, rund 150 000 Euro Planungskosten werden dafür freigegeben. Wann die Brücke tatsächlich in welcher Dimension gebaut wird – die Stadt plant mehrere Varianten – bleibt dagegen offen. Die Bauverwaltung geht davon, dass die Brücke noch zwischen 5 und 15 Jahren halten könnte. Die Kosten für den Neubau veranschlagt die Stadt auf rund 1,4 Millionen Euro. Die Kosten für die Sanierung der alten Brücke hatte sie mit 350 000 Euro angegeben.

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erstellt am 05.Sep.2015 | 09:30 Uhr

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