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Freiwillige Feuerwehr : Wittorf ist für eine Fusion mit Gadeland bereit

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wehrführer Andreas Maschewski: „Unsere Wehr kann es sich vorstellen, mit Gadeland eine neue Wehr zu gründen, mit einem neuen Feuerwehrhaus.“

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2016 | 17:32 Uhr

Neumünster | Die Freiwillige Feuerwehr Wittorf eröffnete am Freitag den Reigen der Jahresversammlungen im Stadtfeuerwehrverband. „Ruhig war es“, sagte Wehrführer Andreas Maschewski im Restaurant Alfreds in Einfeld. 18 Mal wurde die Wehr an der Mühlenstraße alarmiert.

Die aufwändigeren Einsätze waren im August ein Brand in der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Wittorferfeld und zuletzt im Oktober, als der Penny-Markt an der Wasbeker Straße ausbrannte. Kaum überraschend sprach Wehrführer Maschewski auch in diesem Jahr das marode Feuerwehrhaus in Wittorf an. Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens griff das sofort auf: „Ein neues Feuerwehrhaus würde eine Million Euro zuzüglich Grundstück kosten. Ich bezweifle stark, dass die Stadt das Geld in die Hand nehmen würde für eine Feuerwehr, bei der nicht sichergestellt ist, ob sie in neun Jahren noch in dieser Form existiert“, sagte der Stadtbrandmeister und leitete damit über zum maßgebenden Thema des Abends: „Zukunft Feuerwehr“. Es gebe immer weniger Bürger, die dazu bereit seien, sich ehrenamtlich in der Feuerwehr zu engagieren und die Altersstrukturen explodieren nach oben. „Deshalb wird die Feuerwehr Neumünster in den nächsten neun Jahren einen generellen Wandel durchstehen müssen“, so Jürgens weiter. Er stellte zugleich klar: „Wir haben niemals von der Auflösung einer Wehr gesprochen. Stattdessen schließen wir uns zusammen. Die Wehren werden ihre historischen Wurzeln behalten.“

Wittorfs Wehrführer Maschewski teilte mit, dass seine Wehr diese Herausforderung angenommen und mit Reiner Link bereits einen Projektmanager für „Zukunft Feuerwehr“ delegiert habe. „Unsere Wehr kann es sich vorstellen, mit Gadeland eine neue Wehr zu gründen. Mit einem neuen Feuerwehrhaus, zum Beispiel im Gewerbegebiet Süd“, sagte er. Entsprechende Gespräche sollen geführt werden. Rainer Scheele, Vize-Chef der Berufsfeuerwehr, ist jedenfalls froh, dass das ganze Problem in-zwischen auf einer sachlichen und weniger emotionalen Ebene diskutiert werden kann, wie er sagte.

Im Rahmen der Versammlung wurden für 20 Jahre Feuerwehrdienst geehrt: Marita Giencke, Torben Giencke, Jürgen Kossin und Lars Thomsen. Für 10 Jahre: Sandra Maschewski, Jan Wieben und Lars Nissen. Dennis Albrechtsen und Torben Giencke erhielten für herausragende Leistungen und überdurchschnittliches Engagement das Traditionsabzeichen. Zu Oberfeuerwehrleuten befördert wurden Jennifer Wohlert und Caglar Yerden.

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