Tierpark Neumünster : Wissenswertes zu heimischen Wildtieren

Zwölf Tafeln haben die Kreisjäger Holger Meyer (links) und Ingbert Tornquist an Tierparkleiterin Verena Kaspari übergeben.
Zwölf Tafeln haben die Kreisjäger Holger Meyer (links) und Ingbert Tornquist an Tierparkleiterin Verena Kaspari übergeben.

Der Tierpark baut einen Wald-Erlebnispfad . Zwölf Informationstafeln von der Kreisjägerschaft gespendet.

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29. Januar 2018, 18:56 Uhr

Ein Wald-Erlebnispfad, auf dem naturnah die heimische Tier- und Pflanzenwelt entdeckt werden kann, ist das aktuelle Großprojekt des Tierparks Neumünster. Dafür soll der gesamte hintere Teil des Parks umgestaltet werden. Erste vorbereitende Arbeiten sind schon abgeschlossen. „Das Wetter hat uns in den Arbeiten etwas zurück geworfen, wir müssen die Fläche mulchen, bevor wir mit der Wegeführung anfangen können. Aber es ist so nass, dass wir mit den Maschinen nicht auf die Fläche können“, sagt Tierparkleiterin Verena Kaspari. Ursprünglich war Ostern als Fertigstellungstermin angepeilt. Nun wird er frühestens im Sommer fertig.

Bis wieder angepackt werden kann, versüßt die Kreisjägerschaft die Wartezeit mit ihrer Spende: Zwölf Kunststoff-Schilder mit Kurzinformationen zu heimischen Wildtieren haben Ingbert Tornquist und Holger Meyer der Tierparkleiterin übergeben. Die 60 mal 80 Zentimeter großen Schilder sollen im Erlebnispfad aufgestellt werden. Sie sollen kurz und bündig über Wildschwein, Rotwild, Hase, Fuchs und Waschbär informieren. „Die Tiere werden nicht durch den Erlebnispfad laufen, aber wir wollen mit den Tafeln das Bild von den im Wald lebenden Tieren komplettieren“, so Tornquist. Erklärt werden in verschiedenen Rubriken Aussehen, Größe und Nahrung der einzelnen Wildtiere, aber auch die Form des jeweiligen Fußabdruckes. Unter „Wissenswertes“ werden besondere Fähigkeiten vorgestellt, zum Beispiel, dass ein Wildschwein bis zu 50 Stundenkilometer schnell laufen kann. „Angereichert haben wir die Tafeln mit einer Rubrik, in der wir erklären, wie die Tiere in der Jägersprache heißen“, sagt Tornquist.

Fast 40 Jahre hatte die Kreisjägerschaft eine Dauerausstellung des Landesjagdverbands in einem Reetdachhaus im Tierpark betreut. „Das Gebäude ist so renovierungsbedüftig, dass wir uns geeinigt haben, die Ausstellung zu schließen“, sagt Verena Kaspari. Was mit dem alten Haus passieren wird, sei noch nicht spruchreif, so die Tierparkleiterin.

Die Männer der Kreisjägerschaft freuen sich, trotzdem weiter mit dem Tierpark zu kooperieren. Aber auch andere Organisationen helfen bei dem Projekt: Die beiden Rotary-Clubs der Stadt und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald werden Bäume für den Erlebnispfad spenden. Das Areal soll aus drei Bereichen bestehen: einem Feuchtbiotop, das bereits angelegt wurde, einem großen Teich, zu dem auch die Frösche vom Prehnsfelder Weg wandern können, sowie ein Naturerlebnisbereich, in dem pädagogisch an das Thema Pflanzen und Tiere herangeführt wird. „Zum Beispiel kann man an Baumstamm-Scheiben das Alter der Bäume anhand der Ringe zählen“, sagt Verena Kaspari. Auch ein Ameisenhügel, ein Steinhaufen für Eidechsen und mehrere Nistkästen sollen dort entstehen. Wie teuer das Projekt wird, ist noch unklar.

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