SchülerPlanspiel : Wirtschaft spielend leicht erklärt

Fast wie im echten Wirtschaftsleben: Lukas Brandt (von links), Natascha Giesel, Robin Utschakowski, Heike Hippe vom Unternehmensverband, Spielleiter Bernd Bundtzen, Kayahan Demirtag, und Begem Katran bereiten die Präsentation für die Hauptversammlung vor.
Fast wie im echten Wirtschaftsleben: Lukas Brandt (von links), Natascha Giesel, Robin Utschakowski, Heike Hippe vom Unternehmensverband, Spielleiter Bernd Bundtzen, Kayahan Demirtag, und Begem Katran bereiten die Präsentation für die Hauptversammlung vor.

Unternehmensverband und Wirtschaftsjunioren luden Schüler der Theodor-Litt-Schule zum Unternehmensplanspiel Wiwag in die Volksbank

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30. November 2013, 17:00 Uhr

Umsatz, Reinerlös und Börsenkurs waren fiktiv: Die drei Handyhersteller Nabekalu AG, Green Tec und Smart AG existierten nur eine Woche lang im Wirtschaftsplanspiel Wiwag. Die Erfahrungen, die 20 Schüler des beruflichen Gymnasiums an der Theodor-Litt-Schule mit wirtschaftlichen Entscheidungen machten, waren gleichwohl sehr nahe an der Realität.

Und sie machten nicht nur den Litt-Schülern, sondern auch Bernd Bundtzen viel Spaß. Der ehemalige Sparkassen-Vorstand fungierte als Spielleiter der Aktion des Unternehmensverbands und der Wirtschaftsjunioren. Wiwag heißt Wirtschafts-Woche AG. Dabei gilt es, quasi im Zeitraffertempo zu agieren, denn ein Spieltag entspricht einem Geschäftsjahr.

Am ersten Tag fällten die Jungunternehmer noch viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Doch das wurde, nicht zuletzt durch Tipps und Vorträge von Profis aus echten Unternehmen von Tag zu Tag besser. Zu den Tutoren gehörte gestern etwa Michael Fink, der Personalleiter der Edeka-Nord. Und dann wurde es ernst: Auf der Hauptversammlung mussten die drei Firmen ihre Bilanzen und Geschäftszahlen vorstellen. Bernd Bundtzen war begeistert: „Sie haben Enormes geleistet und Entscheidungen getroffen, die mich vom Stuhl gehauen haben“, sagte der Ex-banker. Dass jede Spielgruppe in jedem Jahr mit positiven Zahlen abschloss, hatte Bundtzen als Spielleiter noch nicht erlebt.

„Unsere Marketingidee war das Handy zum Altwerden“, sagte Natascha Giesel (21), die mit ihren Mitstreitern Begem Katran (17), Kayahan Demirtag (20), Lukas Brandt (16) und Robin Utschakowski (17) das Rennen machte. Die Macher von Nabekalu setzten auf wenige leichte Funktionen und die gute Bedienbarkeit ihrer Senioren-Handys. Das klappt. Jedes Jahr stand unter dem Strich ein Gewinn von einer Million Euro, im Schlussjahr waren es sogar zwei Millionen. Der Börsenkurs explodierte.

Die Konkurrenz von Green Tec hatte den höchsten Marktanteil. „Wir hätten aber noch mehr produzieren müssen und haben sogar unser überfülltes Lager ausverkauft“, sagte Arne Stein. „Mit einem etwas höheren Preis wäre aber noch mehr drin gewesen“, sagte Bundtzen. „Wir haben uns gegen den Trend im Hochpreissegment positioniert und diese Strategie ist auch voll aufgegangen“, sagte Jan Struck, mit 38 Jahren der Oldie der Schüler und Chef der Smart AG. Struck: „Es hat auf jeden fall Spaß gemacht, und gelernt haben wir auch etwas.“ Das konnte Bernd Bundtzen nur bestätigen: „Alle hatten tolle Geschäftsideen und Wirtschaft wirklich verstanden.“

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