Neumünster : Wird Heiko Kaack jetzt Stadtbrandmeister?

Wehrführer Heiko Kaack (links) mit den neuen Mitgliedern, Geehrten und Beförderten.
Wehrführer Heiko Kaack (links) mit den neuen Mitgliedern, Geehrten und Beförderten.

Ehrenstadtbrandmeister Jürgens bringt bei der Jahresversammlung den Gadelander Wehrführer als Stölten-Nachfolger ins Gespräch.

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05. Februar 2018, 09:08 Uhr

Gadelands Wehrführer Heiko Kaack soll nach dem Rücktritt von Jens Stölten vor wenigen Tagen (der Courier berichtete) neuer Stadtbrandmeister in Neumünster werden. Dafür hat sich bei der Jahresversammlung am Freitagabend überraschend Ehrenstadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens ausgesprochen. „Macht es ihm nicht schwer, er kann den Karren aus dem Dreck ziehen“, appellierte Jürgens vor rund 80 Gästen im Hotel Kühl an die Anwesenden der Wehr südlich des Geilenbeks.

Kaack führt die Amtsgeschäfte gemeinsam mit Martin Pagels, seit Stölten im Oktober wegen interner Querelen sein Amt hatte ruhen lassen.

Die Aussagen von Jürgens kommentierte der Wehrführer jedoch nicht. In seinem Jahresbericht ging es vor allem um die Einsätze und die vielen Aktivitäten der stärksten Wehr im Stadtfeuerwehrverband, die auch fast 400 fördernde Mitglieder hat. Für die 48 Aktiven war 2017 ein ausgesprochen ruhiges Jahr mit lediglich zwölf Einsätzen, darunter einem Unfall auf der A7 und einem Feuer an der Boostedter Straße. „Zum einzigen Großbrand im Stadtteil bei Nordalu im Oktober wurden wir wegen eines technischen Defekts nicht alarmiert, was uns sehr gewundert hat“, monierte Kaack.

Zu den Diensten und Aktivitäten gehörten neben Sicherheitswachen im Theater und in der Schule Gadeland auch die Teilnahme an Laternenumzügen, am Entenrennen auf dem Teich und am Sicherheitstag. Eigene Veranstaltungen wurden gut angenommen.

Der Umbau und die Sanierung des Wehrhauses liefen schleppend, so Kaack. Ein Zaun um das Außengelände wurde falsch gesetzt und musste daher erneut aufgestellt werden. Die Dachwohnung im Wehrhaus soll künftig als Lager, Wehrführer-Büro, Archiv und Besprechungsraum dienen. Zudem ist geplant, den Fußboden im Wehrhaus zu sanieren.

In diesem Jahr stellt sich die Wehr auf die Einführung des Digitalfunks ein. Dafür sei man gut gerüstet, hieß es. Rainer Scheele, stellvertretender Chef der Berufsfeuerwehr, gab hierzu den Zeitplan vor. „Die Geräte sind da, die Ausschreibung für den Einbau läuft. Wir rechnen damit, dass der Umbau der Fahrzeuge bei den Wehren in der Stadt im März starten kann.“ Zur Holstenköste im Juni soll dann die gesamte Feuerwehr mit Digitalfunk ausgestattet sein. „Das ist ein ehrgeiziger Zeitplan, den wir halten wollen“, so Scheele.

Geehrt wurden Werner Klees (50 Jahre) und Daniel Nissen (Traditionsabzeichen des Stadtfeuerwehrverbandes). Befördert wurden Florian Hirsing und Matthias Weinrich (Hauptfeuerwehrmann 3 Sterne), Dennis Dürrbaum (Oberfeuerwehrmann) sowie Lennart Dooms und Matthis Treptau (Hauptfeuerwehrmann). Neu verpflichtet wurden Julia Watertradt, Christian Tessmer, Nadja Brozy, Jörn Jakob Piening und Björn Desler.

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