Aukrug : Wird das Gesundheitszentrum zu teuer?

Nach dem Zusammenschluss der Ämter Innien und Wasbek zum Amt Aukrug im Jahr 1970 wurde das ehemalige Villengebäude an der Bargfelder Straße 10 zum Amtsgebäude um- und ausgebaut. Genau 21 Jahre später  musste das Amtshaus wegen akuter Raumnot  erweitert werden.
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Nach dem Zusammenschluss der Ämter Innien und Wasbek zum Amt Aukrug im Jahr 1970 wurde das ehemalige Villengebäude an der Bargfelder Straße 10 zum Amtsgebäude um- und ausgebaut. Genau 21 Jahre später musste das Amtshaus wegen akuter Raumnot erweitert werden.

Die Kosten haben sich verdoppelt. Einige Gemeindevertreter fürchten bereits das Ende des Projekts. Doch der Bürgermeister sieht Alternativen.

shz.de von
13. September 2014, 06:00 Uhr

Aukrug | Das alte Aukruger Amtsgebäude soll zu einem Gesundheitszentrum unter Leitung der Paritätischen Pflege Schleswig-Holstein mit Sitz in Kiel umgebaut werden. Allerdings scheinen die Kosten für das Projekt in die Höhe zu schnellen. Hinter vorgehaltener Hand sprechen einige Gemeindevertreter gar von einem endgültigen Aus, weil sich die veranschlagten Kosten von rund 300 000 Euro verdoppelt haben.

Dass die Sache teuer wird, hatte der Projektleiter und Hochbautechniker Erik Schultz aus Aukrug bereits im Februar auf einer Bauausschusssitzung den Ortspolitikern prophezeit. Er hatte betont, dass die Investitionskosten für die Gemeinde als Bauträgerin des Vorhabens mit den Umbaumaßnahmen zu einer Pflegestation plus teurer Brandschutzmaßnahmen in die Höhe schnellen werden.

Von einem Aus für das Projekt will Aukrugs Bürgermeister Nils Kuhnke (CDU) allerdings nichts wissen. „An dem Vorhaben festzuhalten, macht Sinn und passt in die Entwicklungsstrategie unserer Kommune. Die zu klärende Frage lautet lediglich: Was ist in Aukrug an anderer Stelle möglich?“, so der Gemeindechef. Angst um einen Leerstand im alten Amtsgebäude hat Kuhnke nicht. Die vordere Hälfte des Amtsgebäudes, auch „alte Villa“ genannt, hat das Amt Mittelholstein für das Bürgerbüro und das Bürgermeisterzimmer angemietet. Der hintere Bereich ab der Eingangstür wurde später angebaut. Im zweigeschossigen Trakt mit dem großen Versammlungsraum der Gemeinde nutzen unter anderem die Feuerwehr, die Aukruger Marketing Gruppe sowie der Naturschutzring einige Räume. „Für die weiteren Räume gibt es zahlreiche Anfragen von Mietern, die Bürozimmer einrichten möchten. Wir können also in Ruhe nach alternativen Standorten suchen und planen“, berichtete Kuhnke.





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