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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 06:55 Uhr

Plöner Strasse : Wirbel um Supermarkt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Möglicher Investor stellt zuerst im Stadtteilbeirat Brachenfeld-Ruthenberg Pläne für die Bebauung des Eckgrundstücks zur Hanssenstraße vor

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 06:30 Uhr

Neumünster | Die Zündorf-Projektentwicklungsgesellschaft aus Hamburg will auf dem brach liegenden Grundstück Plöner Straße / Ecke Hanssenstraße ein Lebensmittelgeschäft errichten. Dabei geht das Unternehmen einen ungewöhnlichen Weg: Ohne vorher mit der Stadt gesprochen zu haben, stellt Projektentwickler Andreas Krause die Pläne am 24. März zunächst auf der öffentlichen Sitzung des Stadtteilbeirates Brachenfeld-Ruthenberg den Bürgern vor.

Was genau die Gesellschaft auf dem knapp 2500 Quadratmeter großen Grundstück vorhat, will Krause vorab nicht verraten. Nur so viel: „Ein Lebensmittelgeschäft muss nicht unbedingt ein Supermarkt sein.“ Die Zündorf-Projektentwicklungsgesellschaft ist laut Internetauftritt in Schleswig-Holstein kein unbeschriebenes Blatt. Sie kooperiert unter anderem mit Aldi, Penny, Edeka, Rewe, Famila, DM und Lidl, hat für diese Unternehmen bereits Märkte in Rendsburg, Kiel, Kropp, Lübeck, Eckernförde, Flensburg und Reinbek gebaut. Dabei orientiert sich das Unternehmen an eigenen Standortanalysen, Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsberechnungen.

Bernd Heilmann von der Stadtplanung nennt das Vorgehen der Interessenten dennoch „schwierig“. Der Bebauungsplan sehe an dem Standort auch gar keine Gewerbefläche vor. „Das ist dem Innenstadtbereich zugeordnet und als Wohnfläche deklariert“, sagt er. Nach gültigem Recht dürfe damit dort maximal ein Laden für die Nahversorgung entstehen, der nicht größer als 800 Quadratmeter ist. „Das ist für eine Wirtschaftlichkeit heute viel zu klein“, so Heilmann. Natürlich könne die Ratsversammlung grundsätzlich die Voraussetzungen ändern und Baurecht schaffen, ob das aber gewünscht sei, bezweifelt der Stadtplaner.

Er verweist zudem auf mehrere Interessenten, die in der Vergangenheit schon die Fläche mit einem Supermarkt bebauen wollten. „In einem Fall ist es sogar zu einer Gerichtsverhandlung gekommen. Die Richter haben dabei der baurechtlichen Ansicht der Stadt voll und ganz zugestimmt“, sagt Heilmann. Ein Gerücht, wonach der Famila-Markt an der Hauptstraße schließe und möglicherweise an die Plöner Straße ziehe, dementiert Unternehmenssprecherin Bärbel Hammer: „Es gibt keine Absichten, die Filiale aufzugeben.“

Für Stadtteilvorsteher Uwe Holtz wäre eine Bebauung des Eckgrundstücks trotzdem wünschenswert. „Der Investor will zwei Entwürfe vorstellen. Da kann etwas Interessantes dabei sein“, sagt er. Weiteres Thema bei der Sitzung am Dienstag, 24. März, ab 19.30 Uhr in der Gemeinschaftsschule Brachenfeld am Pestalozziweg 5 sind wasserbauliche Maßnahmen an der Schwale und dem Dosenbek. Im Brachenfelder Gehölz soll ein Sandfang errichtet werden.
 

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