"Wir machen immer alle stark, die gar nicht stark sind"

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11. März 2013, 03:59 Uhr

Hamburg | Finn Thomas war grantig. Der 25-Jährige hatte gerade mit seinem VfR die große Chance verpasst, sich deutlich von den Abstiegsrängen abzusetzen. Wütend stapfte der Mann von der rechten Außenbahn nach dem mit 1:2 verlorenen Match beim SC Victoria vom Platz und fand im Courier-Interview deutliche Worte.

Ihrer Mannschaft wurde das 2:2 genommen, weil Sie Victorias Torwart Tobias Grubba die Sicht versperrt haben sollen …

Thomas: So ein Quatsch. Patrick Christophersen schoss rechts oben in den Winkel, ich befand mich links von ihm und kann gar nicht im Weg gestanden haben. Abgesehen davon hätte Grubba diesen Ball ohnehin nie im Leben halten können, so platziert war der.

War aus Ihrer Sicht Schiedsrichterassistent Eddy Schindler der Einzige im Stadion, der eine Regelwidrigkeit sah?

Ja, der stand doch 40 Meter entfernt und konnte aus seiner Perspektive gar nicht beurteilen, ob da einer in der Schussbahn steht und den Torwart behindert. Da hat sich mal wieder einer wichtiger genommen, als er ist.

Dennoch hätten Sie dieses Spiel nie verlieren dürfen …

Das stimmt, der Schiedsrichter und sein Gespann waren letztlich nicht Schuld. Die liegt alleine bei uns. Wir waren in der ersten Halbzeit elf Einzelkämpfer, haben uns auskontern lassen. Und dabei hat Victoria nur das Nötigste getan.

Haben Sie die Hamburger unterschätzt?

Nein, niemals.

Kommen Ihnen beim Blick auf die Tabelle die Tränen, wenn Sie registrieren, welche Chance Sie mit dieser Niederlage verpasst haben?

Nein, ich gucke nicht auf die Tabelle. Mir ist es auch egal, ob wir Dritter, Neunter oder Vierzehnter werden. Hauptsache, wir haben am Ende drei Teams hinter uns gelassen und die Klasse gehalten.

Trotz alledem: Sie haben beim Tabellenletzten verloren …

Wir machen immer alle stark, die gar nicht stark sind. Peinlich ist das.

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