Boostedt : „Wir hängen am Tropf“

Bürgermeister Hartmut König: „Boostedt hat keine Verhandlungsgrundlage.“
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Bürgermeister Hartmut König: „Boostedt hat keine Verhandlungsgrundlage.“

Der Bürgermeister hat jetzt die offizielle Antwort aus dem Verteidigungsministerium.

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11. April 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | Nach dem Gespräch im Innenministerium, hat Boostedts Bürgermeister Hartmut König nun die schriftliche Antwort aus dem Bundesverteidigungsministerium erhalten. Offiziell ist jetzt, dass die Bundeswehr nur das N1-Gebäude nutzen will.

Außerdem heißt es in dem Schreiben: „Abgesehen von der Nutzung des Gebäudes N1 gibt es keinen konkreten Bedarf der Bundeswehr, die ehemalige Rantzau-Kaserne ganz oder teilweise wieder zu nutzen.“ Wie berichtet soll die Geländebetreuung des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Plön dort einziehen. Planungssicherheit gibt es trotzdem nicht für die Gemeinde. In dem Brief an König steht nichts über die Panzerstraße, die die Gemeinde unbedingt für die Erschließung des ehemaligen Kasernen-Geländes benötigt. „Wir hängen am Tropf. Boostedt hat keine Verhandlungsgrundlage“, sagte Hartmut König gestern dem Courier. Auch die Landespläne für die Erstaufnahme, die auf jeden Fall bis 2019 bleibt, die Abhängigkeit von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die Stadt Neumünster als Oberzentrum seien weitere Unsicherheitsfaktoren für die Planung. „Der Rahmenvertrag mit Neumünster ist immer noch nicht unterschrieben“, erklärte König.

Seit drei Jahren arbeitet die Gemeinde daran, wie das Gelände vermarktet werden kann. Mit der Tietje-Gruppe aus Itzehoe gibt es einen Investor. Konkreter in die Planung eingestiegen werden konnte bisher wegen der unklaren Planung von Seiten des Bundes aber nicht. „Jetzt haben wir wieder ein halbes Jahr verloren. Und durch die Kommunalwahl wird es nochmals Verzögerungen geben“, gibt Hartmut König zu bedenken.

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