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Aukrug : „Wir haben nur die größeren Gehölze gelassen“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Aukruger beteiligten sich an der „Langen Nacht der Gärten”. Aus der Wiese wurde ein Pflanzenparadies.

Aukrug | Wiesenwege schlängeln sich durch unterschiedlich hohe Stauden, vielfältige Blumenarrangements und verschiedene Gehölze, treffen dabei auf lauschige Sitzecken und immer wieder farbliche Überraschungen, eine
private Oase, ein grünes Paradies. So erlebten am vergangenen Sonnabend zahlreiche Besucher den Garten von Patrick Steinkamp (Gärtner) und Timo Stegelmann (Altenpfleger) in Aukrug-Innien, Bargfelder Straße 26. Beide nahmen schon zum zweiten Mal an der landesweiten Aktion „Lange Nacht der Gärten“ teil.

Erst 2015 hatten sie das 1800 Quadratmeter große Grundstück übernommen und fanden eigentlich nur öde Wiese vor. „Wir haben nur die größeren Gehölze gelassen und alles andere umgekrempelt“, sagte Patrick Steinkamp. Wege mit Natursteinen legten sie an, dazu Sitzecken und einen Teich, was notwendig war, weil die Drainage kaputt war. Dazu kamen immer neue Blumen- und Staudenarrangements, von denen die meisten, sehr angenehm, zwischen 60 Zentimetern und Augenhöhe wachsen. Allein im Herbst 2015 steckten sie 2000 Blumenzwiebeln. Dabei ist ihr Gesamtkonzept, nach eigener Aussage, eigentlich „simpel“: „Wir gehen mit dem Kaffeebecher durch den Garten und überlegen, was wir wie anlegen und/oder umstrukturieren“, meinten beide lachend.

Dabei stehen für sie neben den ästhetischen Fragen auch ökologische im Mittelpunkt. Es gibt über 100 Alium-Pflanzen für Insekten und Schmetterlinge, den Teich für Libellen und Frösche, und auch die Auswahl der Blumen ist auf die Umwelt zugeschnitten. „Natürlich gibt es Dinge, die wir berücksichtigen müssen, darunter unsere geringen Lagerkapazitäten für nicht winterharte Pflanzen wie etwa Fuchsien und Kamelien“, meinte Timo Stegelmann. Und es gab noch eine weitere Überraschung für die Besucher: Mitten in den Blumen gab es einige Gemüsebeete. „Wir brauchen ja Salat für unsere Hühner und natürlich Gemüse für uns selbst“, so Timo Stegelmann. Ständig waren die beiden Gartenbesitzer am Sonnabend Abend unterwegs, um den Besuchern Besonderheiten ihres Gartens zu zeigen, fachliche Ratschläge zu geben und ihre Oase zu präsentieren. Bekannte standen bereit, um Getränke auszuschenken. Besucher konnten Pflanzen und Samen erstehen. Die Botschaft lautete: „Unser Garten ist für uns Erholung, Freude und natürlich Arbeit. Dafür blüht es hier von Februar bis Dezember.“

Und dann hatte Patrick Steinkamp noch einen Tipp für die, die nicht gern Unkraut jäten: „Für mich ist das Unkrautpulen meditative Arbeit. Es entspannt ungemein.“ Marga Staben, eine Nachbarin, die mit ihren Töchtern zu Besuch war, meinte: „Hochachtung, was die beiden jungen Männer hier geschaffen haben. Erst recht, wenn man den Garten von früher her kannte.“ 


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