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Nortorf : „Wir haben es gut mit dir gehabt!“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Günter Bongert wurde nach 33 Jahren als Kirchenmusikdirektor offiziell verabschiedet. 450 Gäste nahmen am Festgottesdienst teil.

Es sei ein schöner Gottesdienst gewesen und richtig ergreifend dazu, waren sich die Besucher einig. 450 Gäste, darunter Familienmitglieder, Freunde, Weggefährten sowie die Bürgermeister aus dem Amt, wohnten der Verabschiedung von Günter Bongert (60) in der Nortorfer St.-Martin-Kirche bei und spendeten dem beliebten Kirchenmusikdirektor (KMD) minutenlang Applaus nach dem kirchlichen Ritual der Entpflichtung und dem Segen.

Die Sänger der Kantorei wie auch die Musiker des Orchesters verabschiedeten ihren jahrelangen Leiter mit überragenden Darbietungen von Stücken aus der Feder von Bach und Mozart. Ergänzt wurde die musikalische Untermalung vom Posaunenchor unter der Leitung von Lorenz Jensen und dem Blockflötenorchester mit Siglinde Ruddeck als Dirigentin. Es war eine würdevolle Verabschiedung eines leidenschaftlichen Musikers, die seine große Liebe in den Vordergrund stellte: die Musik.

Für Günter Bongert stand im November fest, dass seine Zeit in Nortorf zu Ende ist. Dieser Entschluss löste bei den Gemeindemitgliedern und Musikfreunden tiefe Bestürzung aus. In einer rührenden Rede hob Hanns Lothar Kaempfe die Verdienste des Kirchenmusikdirektors hervor. „Du hast in der Kirchengemeinde 33 Jahre Dienst getan und warst dabei mehr als nur Kantor, Organist und Mitarbeiter. Du warst vor allen Dingen ein Freund.“ Seit seinem Dienstbeginn 1980 habe Bongert die Kirchenmusik in Nortorf geprägt, erzählte der Vorsitzende des Kirchengemeinderates. Mit musikalischem Talent, Humor und Lockerheit sowie großem Verantwortungsgefühl habe der 60-Jährige es geschafft, Menschen zu begeistern, lobte Kaempfe das Lebenswerk von Günter Bongert. „Dir lag die Pflege der Kirchenmusik besonders am Herzen, Dir gebühren unser Dank und Respekt. Wir haben es gut mit dir gehabt!“

Im Anschluss gab es einen Empfang im Markushaus. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich persönlich von Günter Bongert zu verabschieden. „Ich hatte das unschätzbare Glück, zum richtigen Zeitpunkt wegweisende Menschen getroffen zu haben,“ schwärmte Bongert und gab zu: „Eigentlich sollte Nortorf nur ein kurzes Berufsintermezzo sein.“ Doch er blieb und führte die damals am Boden liegende Kirchenmusik in ungeahnte Höhen und schuf sich mit seiner liebevollen und charmanten Art bei den Menschen einen festen Platz in ihren Herzen. Er sei sich noch nie so sicher gewesen, dass es richtig sei zu gehen wie in den vergangenen Tagen, sagte Bongert, doch die minutenlangen stehenden Beifallsbekundungen im Markushaus zeigten, wie ungern die Nortorfer ihren „Günni“ ziehen lassen.

Die Nachfolge von Günter Bongert steht noch nicht fest.


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erstellt am 29.Jan.2014 | 05:00 Uhr

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