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Wirtschaftsstandort Neumünster : „Wir haben am Eichhof ein Luxus-Problem“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

OB Olaf Tauras sprach beim CDU-Wirtschaftsrat

von
erstellt am 14.Feb.2017 | 08:34 Uhr

Neumünster | Ob nun durch DOC, Milchwerk, Holsten-Galerie oder den Ausbau von Friedrich-Ebert-Krankenhaus und Holstenhallen – die Stadt rückt bei Investoren als Wirtschaftsstandort immer mehr in den Fokus. Und das Thema interessiert. 65 Gäste kamen gestern auf Einladung des CDU-Wirtschaftsrats zum Vortrag von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras ins Hotel Prisma.

Zu den gestoppten Verkaufsgesprächen mit dem Projektentwickler Log4Real mochte Tauras nicht mehr viel sagen. „Das meiste stand detailliert in der Zeitung“, sagte er. Ein 185  000 Quadratmeter großes Stück im Gewerbepark Eichhof sei wieder frei geworden. Mitten in Schleswig-Holstein an der Autobahn 7 und einem der attraktivsten Standorte im Land habe Neumünster ein „Luxus-Problem. Wir können uns aussuchen, wen wir haben wollen“, sagte Tauras. Es gebe konkrete Interessenten.

In nichtöffentlicher Sitzung steht heute in der Ratsversammlung die Entscheidung über eine Tank- und Rastanlage an. Für eine 80  000 Quadratmeter große Fläche gebe es einen Verkaufsbeschluss. Ein Dienstleister wolle hier Windkraftanlagen warten. Tauras: „Wir reden dort über 100 Arbeitsplätze plus x.“ Eine weitere Fläche sei für ein Medizintechnikunternehmen aus Neumünster reserviert, der Eichhof damit schon fast vermarktet.

Eine Erweiterung sei nur jenseits der Autobahn 7 in einem interkommunalen Gewerbegebiet mit Krogaspe möglich. Doch bis dahin dürften einige Jahre ins Land gehen. Eine Erweiterung des Eichhofs im Süden sei eine weitere Option. „Da ist aber ein landwirtschaftlicher Betrieb“, so Tauras.

Auch im Industriegebiet Süd gebe es nur noch wenige freie Flächen, vor allem am Donaubogen. Die Wirtschaftsagentur sei in Gesprächen mit möglichen Investoren. Namen mochte Tauras nicht nennen, wohl aber Branchen: einen „Logistiker, der im Schlepptau von DHL kommen will“, einen Speditionsbetrieb und – neben dem Milchwerk – einen Lebensmittel verarbeitenden Betrieb. Die Ratsversammlung plane dazu jetzt Beschlüsse. Neumünsters Wirtschaftsrat-Sektionschef Holger Bajorat nannte mit Verweis auf das Bauernblatt den Namen. Danach soll die Meierei Barmstedt in Neumünster ein Käsewerk planen.

Eine Logistikfläche werde wieder frei, berichtete Tauras. Die Verwaltung werde die entsprechende Vorlage zurückziehen. Als weitere Interessenten für Gewerbegrundstück im Industriegebiet Süd nannte Tauras eine Freizeiteinrichtung, einen Garten- und Landschaftsbauer und weitere Handwerksbetriebe. Eine 2018 für den Lebensmittelbetrieb geplante Erschließungsstraße schaffe weitere Möglichkeiten, so Tauras: „So richtig viel ist im Süden der Stadt nicht mehr da.“ Für die Erweiterungspläne von Voigt-Logistik neben dem Betonmischwerk fand Tauras lobende Worte. „Das wird ein riesiger Logistik-Park. Schön, dass Voigt sich als attraktiver Arbeitgeber so entwickeln kann.“

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