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Wir dürfen keinen Krieg um die Ressourcen der Natur führen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 24.Apr.2014 | 10:44 Uhr

Ganz zaghaft wenden sich die ersten Politiker den Problemen der Weltversorgung zu – der Erhaltung von Nahrung-produzierendem Ackerland, der Förderung von Erdöl, dem Schutz des Trinkwassers und der Kohlendioxid-verarbeitenden Wäldern, Mooren und Ozeanen.

Die Naturflächen, die dafür zur Verfügung stehen müssen, werden aber von den Menschen – seit sie nicht mehr nur Jäger und Sammler sind – als persönliches oder nationales Eigentum erworben, erkämpft, abgegrenzt und mit allen Mitteln (auch einem eigens dafür geschaffenen Eigentumsrecht) verteidigt oder „zurück-beansprucht“.

Wie uns zurzeit aus Zentralafrika, aus Palästina und der Ukraine berichtet wird, steht man dort – immer mit dem sogenannten Eigentums- oder Nutzungsrecht oder dem Anspruch, Macht über ein Gebiet ausüben zu dürfen – und an fast 80 anderen Orten der Erde jeweils kurz vor einem Krieg oder schon mitten drin.

Und bei uns? Sind wir seit Kriegsende ohne Eigentums- und Nutzungsprobleme? Die Überfischung der Meere, die Asphaltierung und Bebauung der Landschaft und die Verschmutzung von Luft und Grundwasser – sogar in einem Agrarland Schleswig-Holstein – sollten uns zu denken geben: Wir müssen wahrscheinlich alle lernen, dass wir nicht Eigentümer der Natur sind und zumindest nicht Krieg um ihre Ressourcen führen dürfen. Wir sollten aber auch den Kämpfern in der Welt nirgendwohin Geld oder Waffen liefern, damit sie nicht ihre Macht oder ihr Eigentum verteidigen oder ausüben können.

Ich schlage vor, dass alle Regionen oder Ressourcen, die gleichzeitig von mehreren Interessengruppen oder Staaten beansprucht werden, einem neutralen Natur- und Weltgremium unterstellt werden (vielleicht zusammengesetzt aus UNO, Friends-Of-The-Earth und dem von mir gegründeten KOALOG, der den Weltreligionen die Kooperation ermöglicht). Eine solche Treuhandstelle könnte regional wiedergewonnene Allmende denen als Lehen anvertrauen, die sich dort beheimatet fühlen und friedlich miteinander leben wollen.

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