Strassenreinigungsgebühren : Winterdienst wird für die Bürger teuer

Der Winterdienst, hier mit TBZ-Mitarbeiter André Spöring, ging ordentlich ins Geld.
Der Winterdienst, hier mit TBZ-Mitarbeiter André Spöring, ging ordentlich ins Geld.

Die harten Winter der vergangenen Jahre wirken sich auf die Gebühren aus. In Neumünster verdoppelt sich der Anteil für den Winterdienst nahezu von bislang 83 Cent auf 1,63 Euro je Meter Straßenfront.

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09. November 2013, 07:00 Uhr

Neumünster | Die vergangenen langen und harten Winter werden Neumünsters Grundeigentümer und Mieter mit Verzögerung schmerzlich im eigenen Portemonnaie spüren: Die Stadt wird zum neuen Jahr die Gebührensätze für die Straßenreinigung und den Winterdienst deutlich anheben.

Der Gebührenanteil für den Winterdienst verdoppelt sich nahezu von bislang 83 Cent auf 1,63 Euro je Meter Straßenfront. Auch die Gebühren für die Reinigung der Straßen steigen saftig: In der häufigsten Straßenkategorie B klettern die Gebühren (inklusive Winterdienst) um 1,63 Euro auf künftig 4,24 Euro je Meter. In diesen Straßen leistet die Stadt nicht nur den Winterdienst, sondern kehrt auch einmal die Woche mit dem Lkw die Straße und schickt alle drei Wochen eine Handkolonne zur Reinigung vorbei. Unter dem Strich müssen die Bürger ab 1. Januar für diese Leistungen gut 62 Prozent mehr bezahlen.

In der teuersten Kategorie C5 steigen die Gebühren um 18,02 Euro je Meter auf künftig 43,68 Euro. Allein in der Kategorie A1 ändert sich nichts: In diesen Straßen müssen die Anlieger die Straße und die Gehwege komplett selbst reinigen und auch von Schnee und Eis befreien sowie streuen. Darum fallen auch keine Gebühren an.

In der Begründung für die neue Gebührensatzung, die am 26. November in der Ratsversammlung beschlossen werden soll, heißt es, dass die Gesamtkosten für die Straßenreinigung und den Winterdienst seit der letzten Kalkulation im Jahr 2008 um 720.000 Euro auf 1,99 Millionen Euro gestiegen seien. Dabei schlagen allein die Mehrkosten für Streumaterial und Personal im Winterdienst mit 251.000 Euro zu Buche.

Kleiner Trost: Die Stadt muss zwar kostendeckend arbeiten, darf aber mit den Gebühren keine Gewinne erzielen. Zu viel gezahlte Gebühren wandern in eine Rücklage und dämpfen bei der nächsten Kalkulation 2016 die Gebühren. Diese Wellenbewegung ist also normal.

Positiv wirkt sich dieser Jojo-Effekt bei den Gebühren für die Einleitung von Schmutz- und Regenwasser in die Kanalisation aus. Da hier in den vergangenen Jahren Überschüsse entstanden sind, sinken beide Gebühren. Die an den Trinkwasserverbrauch gekoppelte Schmutzwassergebühr sinkt von 2,07 auf 1,91 Euro je Kubikmeter. Beim Niederschlagswasser sinkt die Gebühr von 61 auf 27 Cent.

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