Neumünster : Winterdienst: Ab heute ist Bereitschaft

Für Kraftfahrer Roland Schmadtke und Michael Trnobransky vom TBZ kann der Winter kommen, das Salz-Lager ist voll.
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Für Kraftfahrer Roland Schmadtke und Michael Trnobransky vom TBZ kann der Winter kommen, das Salz-Lager ist voll.

Das Technische Betriebszentrum Neumünster sieht sich für Schnee und Eis gut gerüstet. 158 der 616 Straßen im Stadtgebiet werden geräumt und gestreut.

shz.de von
20. November 2013, 12:00 Uhr

Neumünster | Ingo Kühl und Michael Trnobransky haben den Wetterbericht in diesen Tagen besonders im Blick. Nacht-Temperaturen um die null Grad und dazu leichter Niederschlag lassen beim Fachdienstleiter des Technischen Betriebszentrums (TBZ) und dem Chef der Straßenreinigung die Alarmglocken schrillen: Es könnte glatt werden. Bereits am 11. November gab es morgens einen Streueinsatz an der Max-Johannsen-Brücke, doch offiziell ab heute ist der Winterdienst der Stadt in ständiger Bereitschaft. „Der Winter kann kommen“, sagt Kühl.

63 Mitarbeiter, die sonst auf den städtischen Flächen Rasen mähen, Unkraut zupfen oder Bäume schneiden, greifen ab sofort wieder zu Besen und Schneeschaufel. Wer nicht zu den acht sogenannten Handkolonnen gehört und die 371 Bushaltestellen, 290 Kreuzungen und Einmündungen und 71 Ampelquerungen freihalten soll, schwingt sich hinters Lenkrad der fünf großen Räumfahrzeuge, des einen Unimogs oder der acht Schmalspurfahrzeuge, die auf den Radwegen zum Einsatz kommen.

Geräumt und gestreut wird je nach Witterung ab 4 Uhr morgens. Zuerst werden der Ring und die Ausfallstraßen von Schnee und Eis befreit, dann kommen die Straßen dran, auf denen der Linienbus verkehrt. „Wir sind laut Streuplan auf 158 der 616 Straßen im Stadtgebiet unterwegs“, sagt Ingo Kühl.

800 Tonnen Streusalz und 200 Tonnen Sand liegen derzeit noch im Lager an der Niebüller Straße. Ausreichen wird das nach den Erfahrungen der vergangenen Winter nicht. „In der letzten Saison haben wir 1500 Tonnen Salz und 900 Tonnen Sand benötigt“, sagt Michael Trnobransky. Sorge, dass es Engpässe gibt, hat er aber nicht. „Bereits im Sommer haben wir Ankauf-Mengen und Preis mit den Lieferanten verhandelt. Die halten Vorräte bereit.“ Rund 85 Euro kostet eine Tonne Salz, bei 8 Euro liegt die Tonne Sand. Ingo Kühl hat noch eine Bitte: „Es wäre toll, wenn alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht auf die Räumfahrzeuge nehmen.“ „Nachbar“ auf dieser Seite

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