Bönebüttel : Windpark: Bürger sollen mitreden

23 Jahre hat Hildegard Möller (75) in Bönebüttel für die Gemeinde geputzt. Dafür sagte Bürgermeister Udo Runow mit einer Ehrung, Blumen und dem Gemeindewappen als  Zeichen der Anerkennung Danke.
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23 Jahre hat Hildegard Möller (75) in Bönebüttel für die Gemeinde geputzt. Dafür sagte Bürgermeister Udo Runow mit einer Ehrung, Blumen und dem Gemeindewappen als Zeichen der Anerkennung Danke.

Wenn die Gemeinde konkret mitplant, wir die Öffentlichkeit beteiligt. Und: Hildegard Möller wurde nach 23 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

shz.de von
14. Mai 2014, 07:00 Uhr

Bönebüttel | Damit die Gemeinde Bönebüttel bei der Planung eines Windparks Einfluss ausüben kann, müssen Fristen gewahrt werden. Daher mussten Bönebüttels Gemeindevertreter auf der Sitzung vorgestern Abend eine Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans Nr. 32 „Windpark“ auf den Weg bringen.

Bislang hatte die Gemeinde eine Planungsfortsetzung für den Windkraftstandort in Richtung Bokhorst durch eine Veränderungssperre ausgebremst. Allerdings war die Diskussion zum Thema nicht öffentlich. „Die öffentliche Diskussion und Beteiligung folgt, sobald der Planungsauftrag zur Änderung der Rahmenpläne vergeben ist und die Gemeinde in die konkrete Planung einsteigt“, erklärte Bürgermeister Udo Runow (SPD).

Außerdem stimmten Bönebüttels Gemeindevertreter einer Änderung der Betriebsbedingungen für eine in der Gemeinde betriebenen Biogasanlagen zu. Um einer flexibleren Nutzlast gerecht zu werden, darf die bislang gültige Höchstenergiemenge in Stoßzeiten überschritten werden. Die maximale Jahresbegrenzung bleibt davon unberührt. Damit soll Biogasanlagen mehr Flexibilität beim Puffern von Spitzenlasten ermöglicht werden, so der Beschluss aus Bönebüttel.

Außerdem wurde die Bönebüttelerin Hildegard Möller (75) während der Sitzung für 23 Jahre als Reinigungskraft in der Gemeinde geehrt. Sie erhielt das Gemeindewappen und wurde in den Ruhestand verabschiedet.

Außerdem berichtete Runow, dass die Gemeinde mit den Investitionen in die energetische Sanierung, den Bau der Photovoltaikanlage an der Schule und der Erneuerung der Straßenbeleuchtung genau auf das richtige Pferd gesetzt habe. Rund 40 000 Kilowattstunden spare die Gemeinde allein an der Schule. Die LED-Leuchten der Straßenbeleuchtung sparen noch einmal etliche Tausend Euro. „Diese Investitionen dürfte die Gemeinde in wenigen Jahren wieder eingespielt haben“, meinte Runow. Außerdem soll im kommenden Jahr wieder Müll in der Gemeinde gesammelt werden.

Nachdem sich Bönebüttel dieses Jahr nicht an der Aktion „Saubere Gemeinde“ beteiligt hatte, organisierten die Einwohner das auf eigene Faust, berichtete Landwirt Hans-Hermann Harder. Überraschend viel Müll hätten sie in Richtung Gadeland gefunden.

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