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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 08:52 Uhr

Bad am Stadtwald : Windmesser regelt den Druck

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neue Traglufthalle wird am 3. März für die Schwimmer geöffnet

Die Auszubildenden der Stadtwerke haben zurzeit buchstäblich alle Hände voll zu tun. Alle müssen mit anpacken beim Aufbau der neuen, rund 2,5 Tonnen schweren Traglufthalle im Bad am Stadtwald. Jetzt ist die 60 mal 39 Meter große Plane aufgestellt und aufgeblasen. Die Halle überspannt das große Außenschwimmbecken und die Sprungtürme in einer Höhe von bis zu zwölf Metern.

„Wenn weiterhin alles so reibungslos klappt, können wir die Halle in der ersten Märzwoche für unsere Schwimmer öffnen“, sagte Bad-Leiter Tom Keidel. Die sechs Jahre alte Vorgängerhalle hatte Orkan Christian am 28. Oktober förmlich in der Luft zerrissen. Immerhin: Die Stadtwerke waren versichert. Die neue Halle hat die gleichen Maße wie der Vorgänger, sodass die unbeschädigt geblieben Bodenanker weiter genutzt werden können. Auch die alten Gebläse können weiter verwendet werden.

Die neue Halle kostet mit 350 000 Euro etwa so viel wie die alte – und kann mit einigen technischen Neuerungen punkten. So sollen der Edelstahlrahmen und ein Stahlnetz in der Dachkonstruktion der Halle mehr Stabilität verleihen. In der Dachhaut gibt es eine zusätzliche Isolierungsschicht, die den Wärmedurchgangswert von 2,4 auf 1,7 senkt und so Energie einsparen dürfte. Ein besonderer Clou ist ein Windmesser auf dem Hallendach, der automatisch über die Gebläse den Druck regelt.

Anders als früher besteht die Plane aus einem Stück. Der Aufbau geht so schneller vonstatten, benötigt aber mehr helfende Hände. Die Stadtwerke bauen hier auf einen neuen Partner aus Augsburg. Mit der alten Firma gab es Ärger. Wegen einer von ihr verschuldeten Verzögerung beim Aufbau 2013 liegen die Stadtwerke immer noch im Rechtsstreit, verriet Keidel.

Die neue Halle steht zwar, doch bis zur Eröffnung dauert es noch ein wenig. Zuvor muss das Wasser gewechselt werden. Es blieb über den Winter im Becken und wurde auf 3 Grad aufgeheizt, um Frostschäden zu verhindern. Jetzt werden die 3 Millionen Liter Wasser mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Wittorf ins Nichtschwimmerbecken umgepumpt. Heute rückt der Fliesenleger an, um das Schwimmbecken auf Schäden und abgeplatzte Kacheln zu überprüfen. Danach wird das Becken von Grund auf gereinigt und wieder befüllt. „Wir haben auch einen Test mit lila gefärbtem Wasser gemacht, um zu sehen, ob alle Zuleitungsrohre heil geblieben sind“, sagte Bad-Hausmeister Kai-Uwe Schulz. Geöffnet bleibt die Traglufthalle bis zum 12. Mai, eine Woche später beginnt dann die Freiluftsaison.

 

 

 

 

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erstellt am 21.Feb.2014 | 05:30 Uhr

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