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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 06:31 Uhr

Bönebüttel : Windkraft ist passé

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Gebiet „Hölle“ ist in der Landesplanung nicht mehr vorgesehen.

Bönebüttel | Die Planung möglicher Windkraftstandorte in Bönebüttel ist vom Tisch. Das wurde vorgestern Abend auf der Gemeindevertretersitzung bekannt gegeben.

Wie hoch dürfen die Anlagen werden, welche Abstände sollen zu Wohnbebauungen gelten, was machen Fledermäuse und Storch im betroffenen Gebiet? All diese Fragen müssen in Bönebüttel nicht mehr diskutiert werden. Die Fläche am Waldgebiet Hölle ist nicht mehr Teil der Landesplanung. „Auch der Klageweg bietet nach Ansicht der Rechtsabteilung der Stadt Neumünster wenig Aussicht auf Erfolg“, berichtete Bönebüttels Bürgermeister Udo Runow am Montag während der Gemeindevertretersitzung. Um die Planungshoheit nicht zugunsten eines privilegierten Bauvorhabens zu verlieren, hatte die Gemeinde die Planung selbst angeschoben und im ersten Schritt über die Gestaltung eines entsprechenden Flächennutzungsplans geregelt. Das sei zwar mit Kosten verbunden gewesen, die noch aufgerechnet werden müssen, meinte Runow, die mehrheitliche Entscheidung sei jedoch der richtige Weg gewesen.

Nachdem die Fläche nicht mehr Bestandteil der Landesplanung ist, soll jetzt nach einstimmigem Beschluss die beantragte Änderung des Flächennutzungsplans aufgehoben werden.

Beschlossen wurde in Bönebüttel auch die Einrichtung einer sogenannten Familiengruppe im Kindergarten. Wie in anderen Gemeinden ist auch in Bönebüttel besonders der Andrang zur Unterbringung sogenannter U-3-Kinder groß. Die Gründung gemischter Gruppen biete hierfür zunächst eine Lösung. Wie Udo Runow außerdem mitteilte, müssen sich Eltern, die ihre Kinder in auswärtigen Einrichtungen unterbringen wollen, an die Verwaltung in Neumünster wenden. Die Entscheidung über die Genehmigung sei nicht Sache der Gemeinde und des Bürgermeisters, sondern eine Verwaltungsangelegenheit.

Ärgerlich sei zurzeit in Teilen der Gemeinde – wie im Hohenbergskamp oder der Husberger Dorfstraße – das zunehmende Parken auf dem Bürgersteig, wie der Bönebütteler Wolfgang Weede berichtete. Allzu häufig müssten Senioren mit einem Rollator, Mütter mit Kinderwagen oder Kinder mit dem Rad auf die Straße ausweichen, weil parkende Autos die ungehinderte Nutzung der Gehwege behinderten. „Eine Unsitte“, wie Bönebüttels Bürgermeister meinte. Wenn die Einsicht in den Appell fehle, sollten Bürger allerdings auch zur Anzeige erstatten. Ein Handyfoto reiche durchaus als Beweisfoto für die Polizei.  


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