Rendswühren : Windkraft bleibt ein Streitthema

In Rendswühren und Gönnebek wird über geplante Windkraftanlagen gestritten.
In Rendswühren und Gönnebek wird über geplante Windkraftanlagen gestritten.

Der Standort einer geplanten Anlage hinter dem Ortsteil Griesenbötel sorgt für Diskussionen zwischen Rendswühren und Gönnebek.

shz.de von
09. Juni 2014, 08:00 Uhr

Rendswühren | Der Windkraftstreit zwischen Rendswühren und Gönnebek geht weiter. Das wurde jetzt auf der Gemeindevertretersitzung in Rendswühren deutlich.

Die Planungen für den Standort der Anlagen auf Gönnebeker Gebiet hinter dem Rendswührener Ortsteil Griesenbötel laufen zurzeit unverändert weiter. Nach wie vor lehnen Rendswührener Bürger aus Griesenbötel die geplanten Abstände der Anlagen von nur 500 bis 600 Meter Entfernung von ihren Häusern ab. Die theoretisch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben möglichen Abstände von nur 400 Meter werden nicht ausgeschöpft. Die dichtesten Anlagen sollen Abstände von etwa 550 Meter einhalten, hatte der Gönnebeker Bürgermeister Knut Hamann kürzlich informiert (der Courier berichtete).

Das ist Rendswühren aber nicht genug. Die unter 800 Meter rückende Nähe der Windkraftanlagen ist durch den Status der Splittersiedlung Griesenbötel, die nicht als geschlossener Ortsteil anerkannt ist, rechtlich möglich. Jetzt soll in Kiel noch einmal ein interkommunales Abstimmungsgespräch unter Leitung der Landesplanung und Beteiligung der Gemeinden Rendswühren, Gönnebek und der Plöner Kreisplanung stattfinden, kündigte Rendswührens Bürgermeister Dr. Thomas Bahr auf der Sitzung an.

Außerdem verabschiedeten Rendswührens Ortspolitiker den Haushaltsabschluss für das Jahr 2013. Mit einer Zuführung von 20 000 Euro zu den allgemeinen Rücklagen hat dieser gegenüber dem Haushaltsansatz, der eine Entnahme von etwa 65 000 Euro vorgesehen hatte, deutlich besser abgeschlossen als geplant.

Einen ganz besonderen Dank richtete Bahr an die Freiwilligen Feuerwehren für den professionellen Einsatz bei einem Großbrand vor einer Woche, bei dem ein Bauerhof in Gönnebek in Flammen stand. „Das war eine beachtliche Leistung der freiwilligen und ehrenamtlichen Feuerwehrleute“, sagte Bahr. Außerdem gratulierte Bahr der Neuenrader Feuerwehr zum ersten Platz beim Amtsfeuerwehrtag.

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